Wir freuen uns und hoffen, dass sich viele anmelden

Infostand zum Welthospiztag

Über die umfassende Arbeit des ambulanten Dienstes und im stationären Hospiz im Kloster Polling informierten Vorstandmitglieder und ehrenamtlich Mitarbeitende des Hospizvereins im Pfaffenwinkel zum Welthospiztag an einem Infostand auf dem Weilheimer Marienplatz. Leitende Koordinatorin Alexandra Meyer, Vorstandsmitglied Anja Böhm, Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell, die Hospizbegleiterinnen Ursula Gerwert und Gisela Jäckle sowie Vorstandsmitglied Isabel Fischer (auf dem Bild von links) verteilten Broschüren und Flyer, kamen mit Passanten ins Gespräch und beantworteten Fragen rund um die hospizliche Versorgung. Mit derzeit rund 160 ehrenamtlich aktiven Hospizbegleiterinnen und -begleitern und sieben Koordinatorinnen und Koordinatoren begleitet der Hospizverein schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige zuhause oder in den betreuten Einrichtungen. Das stationäre Hospiz Pfaffenwinkel im Kloster Polling kann aktuell zehn Gäste beherbergen und versucht, ein Sterben in Würde sowie größtmöglicher Selbstbestimmung, Lebensqualität und Beschwerdefreiheit zu ermöglichen.

Mit einem weiteren Infostand ist der Hospizverein am kommenden Samstag, 16. Oktober, 10 bis 13 Uhr, beim dm-Markt an der Schwabbrucker Straße in Schongau-West vertreten.

Text/Foto: Monika Brandmaier

Reifenwechsel für einen guten Zweck

Autofahrer, die gut über den Winter kommen wollen, halten sich an die Regel „von O bis O“ – von Oktober bis Ostern nur mit Wintereifen. Und da pressiert es langsam, schließlich könnte es laut Wettervorhersage heuer schon bald schneien.
Wer am Samstag, 16. Oktober, zwischen 9 und 13 Uhr beim „Auto-Service-Center“ von Martin Wittig an der Pütrichstraße in Weilheim seine Reifen wechseln lässt, tut nicht nur was für seine Sicherheit, sondern unterstützt damit auch eine besondere Aktion: 20 Euro kostet der Reifenwechsel an diesem Tag, wobei Martin Wittig jeweils die Hälfte des Betrags dem Hospizverein im Pfaffenwinkel spendet – „aus Verbundenheit zum Hospizverein“, wie der Inhaber des Kfz-Meisterbetriebs sagt.
Wer zum Reifenwechsel für den guten Zweck kommen möchte, wird gebeten, sich unter der Rufummer 0881/9248200 anzumelden.

Eingerahmt von Sr. Angela Kirchensteiner und Geschäftsführer Steffen Röger vom Hospizverein sind Martin Wittig, Florian Englberger, Louis Stiefbold (im Auto) und Yasmin Cramer für die Reifenwechsel-Aktion gut vorbereitet.

Text/Foto: Monika Brandmaier

Die Toten sprechen lassen – Pressemitteilung zum Welthospiztag am 9. Oktober

Am kommenden Samstag, 9. Oktober, ist Welthospiztag. Unter dem Motto „Leben! Bis zum Schluss“ lässt der Hospizverein im Pfaffenwinkel in diesem Jahr Menschen zu Wort kommen, denen durch hospizliche Begleitung und palliative Versorgung die Angst vor Schmerzen, dem Alleinsein oder dem Gefühl, anderen eine Last zu sein, genommen werden konnte.

„Ich bin tot. Am Anfang meiner Krankheit hatte ich Angst, allein sterben zu müssen. Klaus vom Hospizdienst war dann aber bis zuletzt für mich da.“ „Das ist eines der Zitate, mit denen wir Verstorbene, also Menschen, die wir bis zum Schluss begleiten durften, zu Wort kommen lassen“, sagt Alexandra Meyer, Leitende Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes im Pfaffenwinkel. Seit fast 30 Jahren setzt sich der Hospizverein dafür ein, schwerstkranken und sterbenden Menschen die letzte Zeit ihres Lebens ihren Vorstellungen entsprechend zu gestalten, genau hinzuhören und einfühlend zu begleiten. „Zum Welthospiztag laden wir alle Interessierten ein, sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen“, sagt Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell. An Infoständen am Samstag, 9. Oktober, auf dem Marienplatz in Weilheim und am Samstag, 16. Oktober, an der Schwabbrucker Straße (dm-Markt) in Schongau-West stellen Vorstandsmitglieder und ehrenamtlich Mitarbeitende jeweils von 10 bis 13 Uhr die Arbeit im stationären Hospiz in Polling sowie das breite Aufgabenspektrum des ambulanten Hospizdienstes vor.

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020, mit dem das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe für nichtig erklärt wurde, ist die gesellschaftliche Diskussion um die Beihilfe zum Suizid neu entflammt. Dabei dominiert die Darstellung des Suizids als unbedingter Ausdruck von Selbstbestimmung. Die Angebote der Hospizarbeit und Palliativversorgung sind dagegen nach wie vor zu wenig bekannt. „Unsere praktische Erfahrung zeigt aber, dass die Menschen von geäußerten Suizidwünschen zumeist Abstand nehmen, wenn sie sich bei schwerer Krankheit und am Lebensende gut begleitet und versorgt wissen und nicht das Gefühl haben müssen, anderen zur Last zu fallen“, sagt Sr. Angela Kirchensteiner, Gründungs- und Ehrenmitglied des Hospizvereins im Pfaffenwinkel und langjährige Leiterin des Ambulanten Dienstes. „Wer wüsste besser, was Hospizarbeit und Palliativversorgung als Alternative zur Suizidbeihilfe leisten können, als die Menschen, die wir begleitet haben. Die Zitate zum Welthospiztag schöpfen dabei aus dem reichen Erfahrungsschatz der Hospizarbeit. Alle unsere ehren- und hauptamtlich tätigen Mitarbeitenden kennen diese Aussagen so oder ähnlich aus zurückliegenden Begleitungen.“

Mit derzeit rund 160 ehrenamtlich aktiven Hospizbegleiterinnen und -begleitern und sieben Koordinatorinnen und Koordinatoren begleitet der Hospizverein schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige zuhause oder in den betreuten Einrichtungen. Das Hospiz Pfaffenwinkel im Kloster Polling kann aktuell zehn Gäste beherbergen und versucht ein Sterben in Würde sowie größtmöglicher Selbstbestimmung, Lebensqualität und Beschwerdefreiheit zu ermöglichen. Die Begleitung Angehöriger ist auch hier ein wichtiger Aspekt der hospizlichen Betreuung.

Unterstützung in Form von aktivem ehrenamtlichem Engagement, Vereinsmitgliedschaft oder Spenden ist willkommen und Voraussetzung für die vielfältigen Aufgaben, die auch in Zukunft übernommen werden.

Info:

Hospizverein im Pfaffenwinkel

Alexandra Meyer

Leitende Koordinatorin

Telefon 0881/ 925849-0

Fax 0881/ 925849-20

Mail: ambulanter.dienst@hospizverein-pfaffenwinkel.de

 

Infostände zum Welthospiztag:

Samstag, 9. Oktober, 10 bis 13 Uhr, Marienplatz in Weilheim

Samstag, 16. Oktober, Schwabbrucker Straße in Schongau-West (beim dm-Markt)

 

 

Auf eine halbe Stunde – wir haben den Hospizverein in Penzberg vorgestellt

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Auf eine halbe Stunde … live

… nennt sich das neue Live-Stream-Format der Vereins- und Ehrenamtsförderung der Stadt Penzberg. Eine halbe Stunde lang steht den Vereinen und Ehrenamtsgruppen dann die Bühne der Stadtbücherei zur Verfügung, um sich und ihre Anliegen über das Internet zu präsentieren.
Der Hospizverein im Pfaffenwinkel ist  m Mittwoch den 21.07. um 19.30 Uhr dran
 
Zuschauer müssen vor Sendestart lediglich auf die Startseite der Stadt Penzberg (www.penzberg.de) gehen, dort findet sich dann das Logo des Formats. Mit einem Klick darauf öffnet sich ein Fenster zum Live-Stream.
Live-Stream als Plattform für örtliche Vereine und Ehrenamtler

Herzlichen Glückwunsch an Dr. Anton Schuster zur heutigen Verleihung des päpstlichen Ehrenkreuzes

Wir sind sehr stolz und glücklich, dass der Vorstandsvorsitzende unserer Stiftung, Dr. Anton Schuster, heute vom Augsburger Bischof Bertram das päpstliche Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ für seine vielfältigen Verdienste erhalten hat!!

Herzlichen Glückwunsch, Gottes Segen und weiterhin alles Gute!!

Text: Renate Dodell

Fotos: Bistum Augsburg

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag

Mit einem kleinen Geschenkkorb und einem Gedicht gratuliert der Vorstand des Hospizvereins GeschäftsführerSteffen Röger zum runden Geburtstag! Wir wünschen Gesundheit, Glück und Gottes Segen und weiter so eine exzellente Zusammenarbeit!
V.l. Anja Böhm, Steffen Röger Röger, Reinhold Socher und Renate Dodell

Murnau statt New York – Wie der Hospizverein und der Arbeiter-Samariter-Bund letzte Wünsche erfüllen

Einmal noch New York! Das wäre eigentlich sein größter Wunsch. Doch Stefan T. ist schwerst krank und weiß, dass eine Reise dorthin für ihn nie und nimmer möglich ist. Aber da wäre noch ein anderer Wunsch: Einmal noch mit seiner Frau Eis essen in der Murnauer Fußgängerzone. Da sind sie immer so gerne gesessen, damals, als es ihm noch gut ging. Dass er das noch einmal erleben konnte, hat er dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und dem Hospizverein im Pfaffenwinkel zu verdanken, von dem der 62-Jährige seit einigen Monaten ambulant begleitet wird.

Koordinatorin Dagmar Hees vom Hospizverein hatte von T.‘s Wünschen erfahren und sie wusste, dass der Arbeiter-Samariter-Bund ausschließlich über Spenden finanzierte Wünschewagen betreibt, mit denen er schwerstkranken Menschen letzte Wünsche erfüllt. Der Hospizverein nahm Kontakt auf und der ASB ermöglichte dem Ehepaar T. jetzt bei herrlichem Sommerwetter den Wunsch-Ausflug nach Murnau.

„Der Wünschewagen. Letzte Wünsche wagen“ steht auf dem speziell ausgestatteten, weißen Krankentransportwagen mit den blauen und roten Streifen und dem ASB-Logo, der am Vormittag in der Zufahrt zum Haus der Familie T. parkt. Aus Kaufbeuren ist der Wünschewagen Allgäu/Schwaben diesmal in den Wohnort der T.‘s im Landkreis Weilheim-Schongau gekommen. Fahrer ist Edgar Schlichterle, begleitet wird er bei diesem Einsatz von Claudia Lerchenmüller und deren Tochter Claudia. „Wunscherfüller“ werden sie genannt, wie alle ihre Kollegen kommen sie aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich oder aus dem Rettungsdienst. Sie sind speziell geschult und fahren all ihre Einsätze ehrenamtlich.

Vorsichtig schiebt Schlichterle Stefan T. im Rollstuhl aus dem Haus, bettet ihn um, deckt ihn mit einer blauen Decke mit weißen Sternen zu und schiebt die Fahrtrage in den Wünschewagen. Die Ehefrau nimmt neben ihrem Mann Platz, hält seine Hand, und ab geht es nach Murnau, wo T. wieder umgebettet und mit dem Rollstuhl zur Eisdiele geschoben wird. Zusammen mit den drei Wunscherfüllern verbringt das Ehepaar in der Murnauer Fußgängerzone einige entspannte Stunden, von denen die Ehefrau auch tags darauf noch beeindruckt erzählt. Es wurde viel gelacht und geratscht, von früher und von Einsätzen erzählt. Und es wurde mit dem Handy fotografiert. „Es war einfach wunderbar, eine irre Sache“, berichtet sie begeistert. Das Team des ASB sei super, aufgeschlossen und so liebevoll gewesen, ihrem Mann habe der Ausflug so gut getan. Doch am frühen Nachmittag waren die Kräfte des Kranken erschöpft, er wollte wieder nach Hause. Dort wartete zum Abschluss aber noch eine Überraschung auf das Ehepaar: Frau T. bekam vom Team eine Rose überreicht, ihr Mann ein kleines Album mit Bildern des Tages. Zur umfangreichen Ausstattung des Wünschewagens gehört nämlich auch ein Drucker, mit dem die Handybilder gleich ausgedruckt und zu einer besonderen Erinnerung zusammengestellt werden.

Es war das erste Mal, dass der Hospizverein im Pfaffenwinkel mit dem ASB-Wünschewagen zusammenarbeitete. Dass alles so professionell und reibungslos lief, beeindruckte auch das Team der Koordinatoren.  Dagmar Hees hofft jetzt auf eine weitere Kooperation. „Es wäre schön, wenn wir auf diese Weise auch künftig den einen oder anderen letzten Wunsch erfüllen könnten.“

Bildtexte:
Foto Wünschewagen 1: Alles bereit zur Abfahrt
Foto Wünschewagen 2:  Wünschen dem Ehepaar T. einen schönen Tag: (v.li.) Edgar Schlichterle, Dagmar Hees sowie Mutter und Tochter Lerchenmüller.

Text/Fotos: Monika Brandmaier

Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie in Deutschland