Neue Hospizbegleiter Gruppe startet in Starnberg

Neue HOB-Gruppe in Starnberg hat sich am 21.11.2022 zum ersten Gruppentreffen formiert.

Neben den sechs neu ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizbegleitern und -begleiterinnen sind auf dem Bild die zuständige Koordinatorin Sr. Angela Kirchensteiner und die beiden Vorstände vom Verein Seestern e.V. Starnberg Andreas Döring (1.v.l.) und Evelyn Brunner (3.v.l.) zu sehen, mit denen wir in Starnberg kooperieren und die uns einen Raum für die regelmäßigen Treffen zur Verfügung stellen.

Ein neuer Ausbildungslehrgang startet im Frühjahr 2023 – Interessent*innen aus dem Gebiet Starnberg sind herzlichen willkommen!

Kunst im Treppenhaus

Polling – Wer im Kloster Polling das Treppenhaus zum Hospiz betritt, sieht sich unter dem Motto „Natur und Seele“ schneebedeckten Bergen und der Seiseralm ebenso gegenüber wie dem ruhigen Hopfensee, wie sattgrünen Wiesen, einer stürmischen Brandung an felsiger Atlantikküste, einer ruhigen Stimmung im Murnauer Moos oder zarten Wolken, die sich vor blauem Himmel zu einem Herz zu formen scheinen. Diese und andere Motive hat Prof. Dr. Wieland Hölzel aus Hohenpeißenberg bei Wanderungen und auf Reisen entdeckt und dann mit kräftigen Farben in Öl oder Acryl auf Leinwand gebannt. Manchmal findet er Inspirationen für seine Gemälde aber auch zu Hause. Dann nämlich, wenn er morgens von seinem Balkon in Hohenpeißenberg aus auf die Alpenkette schaut. 19 seiner Werke zeigt der Hospizverein im Pfaffenwinkel nun in der 8. Ausstellung „Kunst im Treppenhaus“ im Aufgang zum Hospiz.
Seit frühester Jugend ist Malen das große Hobby von Hölzel, der Klinische Biochemie studiert hat und bis zur Pensionierung in leitenden Positionen in Gesundheitswesen und Pharmaindustrie tätig war. Gemalt hat er in dieser Zeit nur gelegentlich. Nun, im Ruhestand und frei von beruflichen Verpflichtungen, widmet er sich intensiv der Öl-, Acryl- und Aquarellmalerei und hat zur Weiterbildung Kurse und Akademien besucht und alte und neue Meister studiert. Und er beteiligt sich mittlerweile auch regelmäßig an Kunstausstellungen.

Bei der Vernissage: In Bildmitte Maler Prof. Wieland Hölzel mit Ehefrau Doris. Links Thomas Dorsch, Bürgermeister von Hohenpeißenberg und stellvertretender Vorsitzender des Hospizvereins, der einführende Worte zur Ausstellung sprach.

Text/Foto: Hospizverein

Herzliche Einladung zu unserer Benefizveranstaltung

Hohe Auszeichnung für Elmar Schneiderling

Im Mittelpunkt zu stehen, ist nicht Elmar Schneiderlings Sache. Doch diesmal ging es nicht anders: Bei einer Feierstunde im Kaisersaal der Münchner Residenz verlieh ihm Markus Söder das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Gewürdigt wurden damit Schneiderlingslangjährige Verdienste um den Hospizverein im Pfaffenwinkel.

Elmar Schneiderling aus Bad Heilbrunn war und ist in vielen Bereichen im und um den Hospizverein engagiert. Von 2005 bis 2017 war er Mitglied im Vorstand, mehrere Jahre auch stellvertretender Vorsitzender, seit 2017 ist er Ehrenvorsitzender. In all den Jahren war er maßgeblich mit allen anstehenden Themen befasst und stand oftmals an vorderster Stelle. Und auch als Ehrenvorsitzender ist er Ansprechpartner für Vorstand und Geschäftsführung und nach wie vor in allen Bereichen engagiert und aktiv.

Neben seiner langjährigen Tätigkeit in der Vorstandschaft hat er sich besonders für die Stiftung Hospizverein engagiert, die 2009 auf seine Initiative hin gegründet wurde. Bis 2019 Mitglied im Stiftungsrat, gehört er seitdem dem Stiftungsvorstand an. Er kümmert sich zum Beispiel sehr darum, die Mittel der Stiftung durch Erbschaften, Spenden und Vermächtnisse zu vermehren, damit Geldmittel zur Förderung von Hospiz- und Palliativarbeit ausgeschüttet werden können. Und mehrfach hat er bei Erbschaften auch die gesamte Abwicklung übernommen. Initiiert, in der Praxis begleitet und gesteuert hat er zudem die umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Kloster Polling für das Hospiz. Seit 2018 setzt er sich federführend auch für die Erweiterung des Hospizes durch einen Anbau an das Klosterein. Er hatte die Idee dafür und ist maßgeblich mit enormem Zeitaufwand quasi als treibende Kraft an der Umsetzung beteiligt.

Von 2005 bis 2019 war er zudem aktiver ehrenamtlicher Hospizbegleiter im Hospizverein im Pfaffenwinkel. In dieser Zeit hat er unzählige Menschen und ihre Angehörigen zu Hause, in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen im Raum Bad Heilbrunn, Benediktbeuern-Kochel, Penzberg, Iffeldorf und Seeshaupt in ihrer letzten Lebensphase begleitet.

Darüber hinaus engagiert sich Elmar Schneiderling auch noch in der 2016 auf Initiative von Oberin Raphaela Ferber gegründet Stiftung St. Dominikus und er vertritt dort stellvertretend für die Schwestern viele Angelegenheiten des Klosters nach außen. Vor allem in Sachen Anbau an das Kloster zur Erweiterung des Hospizes und Schaffung eines teilstationären Kinderhospizes steht er federführend mit allen Beteiligten in Verbindung und konkreten Verhandlungen. Ziel dieser Stiftung ist der Erhalt des Klosters und damit die Sicherung des Hospizstandortes Polling zur Versorgung der Menschen im gesamten südwestlichen Oberbayern.

(Text: Hospizverein/Foto: Bayerische Staatskanzlei)

Hospizverein zieht bei Mitgliederversammlung Bilanz

Es waren – trotz Einschränkungen durch Corona –  beeindruckende Zahlen und Berichte, die Vorsitzende Renate Dodell für den Hospizverein, Geschäftsführer Steffen Röger für das stationäre Hospiz und Ulrike Unsinn für die ambulante Hospizarbeit bei der Mitgliederversammlung des Hospizvereins im Pfaffenwinkel vorlegten.

Hospizverein in Zahlen
Aktuell hat der vor 30 Jahren gegründete Verein 1188 Mitglieder. Er beschäftigt in Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung insgesamt 36 festangestellte Mitarbeiter auf knapp 25 Vollzeitstellen, hat rund 170 aktive ehrenamtliche Hospizbegleiter, 17 weitere befinden sich derzeit in der Ausbildung. Während die meisten der Hospizbegleiter im ambulanten Einsatz tätig sind, halfen 20 von ihnen coronabedingt im vergangenen Jahr 1933 Stunden auch im Hospiz mit. Insgesamt leisteten die Hospizbegleiter des Hospizvereins im Pfaffenwinkel 7146 ehrenamtliche Stunden. Es gab 924 hospizliche Anfragen, 521 schwerstkranke Menschen wurden über den ambulanten Dienst begleitet.
Das vor 20 Jahren eröffnete stationäre Hospiz im Kloster Polling mit seinen derzeit zehn Betten war 2021 zu 90 Prozent ausgelastet. Betreut wurden 107 Gäste (57 Frauen und 50 Männer), die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 31 Tage, 8 Gäste haben das Hospiz noch einmal verlassen.

Corona
Der Umgang mit der Corona-Pandemie war laut Renate Dodell seit 2020 die größte Herausforderung. Bei Gästen und Mitarbeitern gab es einige Corona-Fälle. „Wir mussten das Hospiz zwar nie ganz schließen, konnten aber kaum alle Betten belegen.“ Die einrichtungsbezogene Impfpflicht und ihre widersprüchliche Handhabung habe bei allen Mitarbeitern zu großer Verunsicherung, Frust und beim Verein zu Personalverlust geführt, es musste eingesprungen und improvisiert werden. „Nur dem außerordentlichen Einsatz unserer Führungskräfte und aller Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass wir die Krise bewältigen konnten und können.“ Allmählich werde es ein bisschen leichter, „wir krabbeln sozusagen aus der Krise heraus und die Belegungen im Hospiz steigen wieder an“, auch wenn die Arbeit durch die Corona-Krise nach wie vor erheblich eingeschränkt ist.

Finanzen
Im stationären Bereich finanziert sich der Hospizverein hauptsächlich über den Pflegesatz, der mit den Krankenkassen jährlich neu verhandelt werden muss. Damit werden die Personal- und Sachkosten zu 90 bis 95 Prozent gedeckt, der Rest – pro Jahr rund 200.000 Euro – muss über Beiträge und Spenden vom Hospizverein selbst aufgebracht werden. Dafür bedarf es großer Anstrengungen, denn diese Summe ist beileibe kein Selbstläufer, so Renate Dodell. Aber: „Wir haben solide Finanzen und viele treue Verbündete, die uns eine positive Zukunft ermöglichen.“

Stiftung Hospizverein
Zu diesen Verbündeten, mit denen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht, gehört auch die Stiftung Hospizverein, die zum 30-jährigen Bestehen ein besonderes Geschenk gemacht hat, nämlich das in zweijähriger Arbeit von Vorsitzendem Dr. Anton Schuster geschriebene Buch „Wandern im Pfaffenwinkel – Natur, Kultur und Geschichten aus dem Leben“. Herausgegeben im Eigenverlag mit einer Auflage von 3000 Stück findet es seit seinem Erscheinen Anfang Juli reißenden Absatz. Bis auf Layout und Druck ausschließlich ehrenamtlich entstanden, kommt der ganze Erlös der Hospizarbeit zugute.

Zukunftsprojekt
Für die kommenden Jahre hat sich der Hospizverein im Pfaffenwinkel viel vorgenommen. Das Zukunftsprojekt „Zwei Hospize in Polling“ umfasst die Erweiterung des bestehenden stationären Hospizes durch den Hospizverein im Pfaffenwinkel und die Errichtung eines teilstationären Kinderhospizes der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM). Mittlerweile wurde dafür ein Förderverein gegründet, aktuell werden das Raumprogramm für den Anbau am Kloster optimiert sowie notwendige Überplanungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege und die Bebauungspläne mit der Gemeinde erarbeitet. Die Mitglieder stehen geschlossen hinter dem Projekt, und es gibt prominente Unterstützer: So hat am Tag nach der Mitgliederversammlung Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei einem Besuch in Polling offiziell die Schirmherrschaft für das Zukunftsprojekt übernommen.

(Text/Fotos: Monika Brandmaier)

Herzlicher Dank mit Blumen, Pralinen und Ruhekissen

Diese Aufgabe machte Thomas Dorsch sichtlich Spaß:  Bei der Mitgliederversammlung des Hospizvereins im Pfaffenwinkel ehrte der 2. Vorsitzende langjährige Mitglieder, Mitarbeiter und ehrenamtlich tätige Hospizbegleiter. Und da hatte er, assistiert von Schriftführerin Margit Krauß, ganz schön zu tun.

Allen voran überreichte er Blumen und Pralinen an Schwester Angela Kirchensteiner, die den Hospizverein vor 30 Jahren gegründet hat und noch immer im ambulanten Dienst aktiv ist. 30 Jahre Mitglieder im Hospizverein sind auch Dr. Otto Walterspiel und ebenso Rita Ruppert, die von 1992 bis 2005 zudem Schatzmeisterin war und dem Hospizverein in der Versammlung ein besonderes Geschenk machte: Sie überreichte einen Scheck über 5000 Euro – „für die Mitarbeiter“, wie sie sagte. Auf 25 Jahre bringen es heuer Helge Folkerts, Ursula Gerwert, Ursula Schweiger, Ludwig Bertl und Norbert Lemke, auf 20-jährige Mitgliedschaft Hannelore Gmach, Paul Joos, Angelika Müller, Edith Petz und auch Renate Dodell, die zudem seit elf Jahren die 1. Vorsitzende ist. Ihr überreichte Thomas Dorsch neben einer roten Rose auch einige kleine Ruhekissen, die sie immer daran erinnern sollen, zwischendurch auch mal abzuschalten.

Das stationäre Hospiz im Kloster Polling wurde vor 20 Jahren eröffnet, von Anfang an dabei sind als Mitarbeiterinnen Elke Seidenberger und Lucia Schmid. Und Blumen samt Pralinen gab es auch für Margarete Wegscheid, Ursula Gerwert, Elsbeth Graeber, Christine Eberle und Hildegard Zilbauer, die ebenso wie Martina Marker von Anfang an ehrenamtlich tätige Hospizbegleiter sind.

Herzlich gedankt wurde auch Schwester Raphaela Ferber, Oberin der Dominikanerinnen im Kloster Polling. „Sie ist seit 20 Jahren unsere Hausherrin und kümmert sich in allen Bereichen“, so Thomas Dorsch.

(Text/Fotos: Monika Brandmaier)

Schirmfrau und Schirmherr

Neben einem Schirmherrn (Schauspieler Dieter Fischer bereits seit zweieinhalb Jahren) hat der Hospizverein im Pfaffenwinkel jetzt auch noch eine prominente „Schirmfrau“: Landtagspräsidentin Ilse Aigner übernahm die Schirmherrschaft für das Zukunftsprojekt „Zwei Hospize in Polling“, das die Erweiterung des bestehenden stationären Hospizes durch den Hospizverein im Pfaffenwinkel und die Errichtung eines teilstationären Kinderhospizes der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) umfasst.

„Es ist mir ein Herzensanliegen, die Erweiterung des Hospizes Polling und die Errichtung eines teilstationären Kinderhospizes zu unterstützen“, sagte Ilse Aigner bei ihrem Besuch in Polling. Daher habe sie die Schirmherrschaft für das Projekt „sehr gerne übernommen“. Gleichzeitig galt ihr Dank „all den höchst engagierten Mitstreitern und den vielen ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen- und begleitern. „Sie gehen mit Menschen auf ihrem letzten Weg und ermöglichen ein Sterben ohne Angst, in Würde und Selbstbestimmung!“ Weitere Projektförderer seien immer willkommen.

Draußen vor dem Haus erklärte Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell, wo an den bestehenden Klostertrakt angebaut werden soll, drinnen führte sie Ilse Aigner durch das stationäre Hospiz. Im Refektoriumssaal wurde es dann hochoffiziell, als Ilse Aigner, Renate Dodell, Raphaela Ferber, die Oberin der Dominikanerinnen im Kloster Polling und Christine Bronner als Vorsitzende der Stiftung AKM die Urkunde zur Schirmherrschaft unterzeichneten und Renate Dodell als Symbol für die Schirmherrschaft einen großen, mit Aufschriften und Logos besonders gestalteten dunkelblauen Schirm überreichte.

Ilse Aigner leistete bei ihrem Besuch übrigens noch eine weitere Unterschrift: Eingerahmt von der Vorstandschaft des Hospizvereins trug sie sich auf Bitten von Bürgermeister Martin Pape in das Goldene Buch der Gemeinde Polling ein.

Laufen für den Hospizverein: LG spendet 5600 Euro

Die Laufgemeinschaft LG Staffelsee hat dem Hospizverein 5200 Euro übergeben. Es handelt sich um die Startgelder, den Erlös aus Kaffee und Kuchenverkauf und sonstigen freiwilligen Spenden, des Staffelsee-Panoramalaufes Anfang Juli, welcher zum 4. Mal stattgefunden hat.

Auf dem Foto von links: Die Kooperationspartner Dieter Rupp (AOK Garmisch-Partenkirchen), Ilona Bott (Autohaus Ortner) und Sabine Wolfgram (Institut für Fortbildung von Betriebsräten), sowie Helmut Risser (Erster Vorsitzender der LG Staffelsee, Ursula Gattner (Kassier der LG), Benedikt Maier (Zweiter Vorsitzender der LG) und Steffen Röger (Geschäftsführer Hospizverein im Pfaffenwinkel).

Wir sagen ganz herzlichen Dank, allen Sportlerinnen und Sportlern.

Text/Foto: Röger/Bartl

Vergnügliche Lesung, begeisterte Besucher

Wenn Schauspieler Dieter Fischer liest, ist ein volles Haus garantiert: Diesmal aber saß er nicht alleine auf der von Sonnenblumen eingerahmten Bühne, er hatte sich Schauspielerkollegin und BR-Moderatorin Conny Glogger an seine Seite geholt. Akribisch hatten sich die beiden auf die Lesung vorbereitet, mit der sie im vollbesetzten Sommerkeller in Bernried über 200 Besucher begeisterten und bei der die Brüder Hannes (Diatonische Ziach) und Flori Schmid (Kontrabass) aus Uffing und die Allgäuerin Caro Fritz (Gitarre) den musikalischen Part übernahmen.

Literarische bayerische Schmankerl tischten Fischer und Glogger bei der Lesung auf. Ganz Profis, spielten sie sich bei Texten von Ludwig Thoma, Oskar Maria Graf, Lena Christ, Emerenz Meier, und Georg Queri herrlich gegenseitig die Bälle zu. Mal waren die ausgesuchten Passagen nachdenklich (wie bei einem Auszug aus der „Rumplhanni“ oder der Brief, den die in die USA ausgewanderte Emerenz Meier aus Chicago nach Hause schrieb), mal derb (von Georg Queri oder auch von Oskar Maria Graf), dann schlitzohrig (von Ludwig Thoma) oder einfach nur köstlich wie beim Vergleich zwischen dem vornehmen Kääse und dem rustikalen Kaas von Josef Maria Lutz, von dem übrigens auch die Urfassung des Brandner Kaspar stammt.

Brillant wechselten Conny Glogger und Dieter Fischer passend zu den Texten ihre Stimmlagen und sie lasen so eindringlich, dass man vor dem geistigen Auge sofort die keifende Bäuerin, den schlauen Bauern oder den Ochsenzüchter auf dem Oktoberfest sah. Oder Karl Valentin, wie er seinen Brief über die Zugfahrt zur Kurnach Bad Aibling schrieb.

Ergänzt wurde das Programm mit humorvollen Texten und Briefen aus der Gegenwart, so etwa von Gerhard Polt oder von Stefan Frühbeis, dem Chef des Radiosenders BR-Heimat, der über die Einträge von „Alpinliteraten“ in Gipfelbüchern sinniert. Conny Glogger öffnete das „Giftschrankerl“ des Bayerischen Rundfunks, in dem lustige Versprecher gesammelt werden wie „der fliegende Flohländer“, „Johann Sebaldrian Bach“ oder „mit Streik das Lahm landlegen“. Und Dieter Fischer las zwei Briefe von Helmut Fischer („Monaco-Franze“) an den ehemaligen „Focus“Chefredakteur Helmut Markwort und an Regisseur Helmut Dietl vor – eine „Welturaufführung“, wie er sagte. Denn diese Briefe sind bislang nicht öffentlich gemacht worden. Die Erlaubnis, sie lesen zu dürfen, holte er sich bei Helmut Fischers Nachlassverwaltung.

Die Lesung war eine Benefizveranstaltung zum Jubiläum des Hospizvereins im Pfaffenwinkel, der vor 30 Jahren in Bernried gegründet wurde. Dafür verzichteten Dieter Fischer, der Schirmherr des Hospizvereins ist, und Conny Glogger auch auf eine Gage, wofür Hospizvereinsvorsitzende Renate ein herzliches Dankeschön sagte. Dodell kann sich auch noch über eines freuen: Der Abend brachte dem Verein einige neue Mitglieder, sodass bis 1.200 jetzt nur noch wenige fehlen.

Glogger gab am Ende den begeistert applaudierenden Besuchern noch eines mit auf den Weg: Kommts gut heim und frohe Weihnachten, falls wir uns vorher nicht mehr sehen!“ Wäre echt schade, wenn es bis zu einem Wiedersehen mit den beiden wirklich so lange dauern würde. Einen vergnüglichen Abend wie diesen hätte man gerne öfter…

 

Text/Fotos: Monika Brandmaier

„Bayerische Spezialitäten“ beim Hospizverein zum Jubiäum

Der Hospizverein im Pfaffenwinkel feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen und serviert dazu am Samstag, 20. August, in Bernried „Bayerische Spezialitäten“. Unter diesem Motto lesen Schauspielerin und Radiomoderatorin Conny Glogger und Schauspieler Dieter Fischer im Sommerkeller an der Dorfstraße 26 Texte von Ludwig Thoma, Georg Queri und anderen bayerischen Autoren. Den musikalischen Part übernimmt unter anderem die „Saitenstrassenmusik“.

Die Benefizveranstaltung zugunsten des Hospizvereins beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten zum Preis von 18 Euro gibt es im Vorverkauf bei München Ticket (+Vorverkaufsgebühr) sowie auch an der Abendkasse.