Kutschfahrt bei Kaiserwetter

Weißblauer Himmel überspannte Bernried und den Starnberger See, als Josef Berchtold aus Weilheim zu einer besonderen Fahrt startete: Josef Steigenberger, Bürgermeister von Bernried, Vorstandsmitglied im Hospizverein und begeisterter Rosserer hatte für das 1000. Mitglied des Hospizvereins im Pfaffenwinkel eine Kutschfahrt ausgelobt. Bei Kaiserwetter löste er jetzt sein Versprechen ein und kutschierte mit den beiden Haflingern „Simmerl“ und „Toni“ Josef Berchtold und dessen Ehefrau Ursula in einem hölzernen Jagdwagen vom Bernrieder Park den Starnberger See entlang, durch den Park von Höhenried und über das Schloss wieder zurück zum Ausgangspunkt. Allen hat die Ausfahrt sichtlich Spaß gemacht – den beiden Haflingern, Steigenberger selbst und seinen Gästen sowieso. Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell hatte Berchtold Ende April als 1000. Mitglied im Hospizverein begrüßt. Der sozial engagierte Weilheimer besucht schon seit vielen Jahren alte und kranke Menschen in Pflegeheim und Krankenhaus und unterstützt die Hospizarbeit aus persönlicher Überzeugung.

Benefizkonzert mit Prof. Herrmann

25 Jahre Hospizverein im Pfaffenwinkel – wenn das kein Grund ist für ein besonderes Konzert: In der Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg musizierten das Kammerorchester der TU München zusammen mit deren Präsident Prof. Dr.Dr. Wolfgang Herrmann. Der spielte die neue Orgel und bezeichnete sie am Ende des Konzerts als „Trauminstrument“. Herrmann, seit seiner Gymnasialzeit begeisterter Organist, hatte Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch, der zugleich Kirchenpfleger und Vorsitzender des Stiftungsrates der Hospizstiftung ist, nach einem Ehrenamtsempfang 2016 zugesagt, das neue Instrument bei einem Benefizkonzert zugunsten des Hospizvereins zu spielen.

Der Eintritt zum Konzert in der nahezu vollbesetzten Kirche war frei, am Ende füllten sich die Spendenkörbchen. 1300 Euro kamen zusammen, die Herrmann mit großer Freude an den Vorsitzenden der Hospizvereinsstiftung, Eberhard von Radetzky, übergab. (mehr …)

„Kaffeehausmusik“

war der Titel eines vergnüglichen Nachmittags im AWO-Seniorenzentrum der Stadt Penzberg für die Bewohner und Gäste – veranstaltet und organisiert von der Gruppe der Penzberger Hospizbegleiter unter der Leitung von Juliane Kroeger. Der Saal war randvoll und viele Gäste sangen gerne mit.

Wo Wände „Kleider“ haben

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Kann man Wänden „Kleider“ verpassen? Man kann. Dazu braucht’s eine zündende Idee, künstlerisches und handwerkliches Geschick, die richtigen Stoffe und ein bisschen Holz. Und dann natürlich passende Flächen, um die Kreationen ins rechte Licht rücken zu können. Diese Wände fand die in Peißenberg lebende Modedesignerin und Künstlerin Claudia Albert (62) im Treppenhaus zum Hospiz im Pollinger Kloster, wo sie seit Donnerstag Stoffbilder ausstellt.

Bis 2010 war Albert selbständige Modedesign-Direktrice und hat bundesweit für mittelständische Unternehmen Kollektionen der Damenoberbekleidung entworfen. Aus dieser Zeit besitzt sie noch zahlreiche hochwertige Stoffmuster, für die sie beruflich keine Verwendung mehr hat, mit denen sie jetzt aber „Wände anzieht“, wie sie sagt. Die kunstvoll bedruckten Stoffe wie Seide, Leinen, Baumwolle, Viskose oder verschiedene Materialmischungen spannt sie dazu auf Holzrahmen. Mal zieren zarte, pastellfarbene Schmetterlinge auf weißem Grund die Stoffbilder, mal sind es kräftige rote und lilafarbene Blumen, mal blau, grau, braun und ockerfarbene Streifendesigns oder bunte Fantasiemuster. Rund 30 ihrer Stoffbilder – von kleinen Quadraten bis hin zu großen Formaten – zeigt die Peißenbergerin im Treppenhaus zum Hospiz in Polling. Allesamt sind sie Unikate, denn jedes dieser Stoffmuster, in der Textilindustrie „Musterlaschen“ genannt, gibt es nur ein einziges Mal. Hospizvereins-Vorsitzende Renate Dodell, die Claudia Albert nach dem Aufhängen der Bilder einen kleinen Blumenstrauß überreichte, war beeindruckt von der Leichtigkeit der Ausstellung, „es ist echte Kunst, für die Bilder die richtigen Ausschnitte und Motive der Stoffe zu wählen“, sagte sie.

Claudia Albers hat Stoffbilder bereits mehrfach in kleinem Rahmen gezeigt, die Präsentation im Hospiz ist ihre erste große Ausstellung.

Text und Bild: Monika Brandmaier

Auf dem Foto: Renate Dodell, Claudia Albert, Sr. Raphaela Ferber, Manfred Gilg

„Miteinander gehen“

Zu seinem 25-jährigen Jubiläum bietet der Hospizverein im Pfaffenwinkel ein umfassendes Programm, an dessen Gestaltung sich auch die einzelnen Ortsgruppen beteiligen. Unter dem Motto „Miteinander gehen“ boten die Herrschinger Hospizbegleiter eine meditative Wanderung von Herrsching nach Andechs. Die rund 40 Teilnehmer, unter ihnen auch zahlreiche Nichtmitglieder, starteten an der Mariensäule zu Füßen der Herrschinger St. Martins-Kirche und wanderten bei herrlichem Frühlingswetter durchs Kiental auf den „heiligen Berg“. Unterwegs wurden bei mehreren Halts kurze meditative Texte vorgelesen und zur musiklalischen Begleitung von Hospizvereins-Koordinatorin Gesa Mayer und ihrem Sohn Wendelin gemeinsam Lieder gesungen. Abgeschlossen wurde die Wanderung mit einer stimmungsvollen kleinen Andacht in der Hedwigskapelle der Andechser Klosterkirche ­- und mit einer gemeinsamen kräftigen Brotzeit im Biergarten. Gut gestärkt machten sich einige Teilnehmer dann zu Fuß auf den Rückweg, während der Großteil der Gruppe dann doch lieber mit dem Bus zurück nach Herrsching fuhr.

Text: Monika Brandmaier

Sehr gute Veranstaltung mit Dr. Otto Zsok in Schongau

Im gut besuchten Sparkassenforum in Schongau hielt Dr. Otto Zsok  (Süddeutsches Institut für Logotherapie & Existenzanalyse) einen Vortrag im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Hospizvereins. Das Thema „Meine heilende Lebensbilanz und Spuren, die ich hinterlassen will“ berührte viele der Besucher ganz persönlich. Dr. Zsok schilderte sehr eindrucksvoll auch an konkreten Beispielen wie eine heilende Lebensbilanz gelingen kann. Er fesselte die zum Teil weit angereisten Zuhörer mit seinem Vortrag. Im Anschluss konnten die Besucher bei Getränken und Brezen, die die Sparkasse Oberland zur Verfügung gestellt hatte, noch länger über das Gehörte miteinander reden.

 

 

Hospizgäste geniessen den Garten

Viele unserer Gäste im Hospiz und ihre Angehörigen geniessen den Garten. Auch unsere „Gartenschwester“ freut sich über manche Begegnung.

Josef Berchtold ist unser 1000stes Mitglied!

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Wir begrüssen sehr herzlich unser 1.000stes Mitglied im Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V. Es ist Josef Berchtold aus Weilheim, der aus persönlicher Überzeugung die Hospizarbeit unterstützt. Er besucht schon seit vielen Jahren betagte Menschen im Pflegeheim. Vorsitzende Renate Dodell begrüsst ihn sehr herzlich und wünscht ihm und seiner Familie viel Spass mit der Kutschfahrt, die Vorstandsmitglied Bürgermeister Josef Steigenberger als Preis gestiftet hat. Sobald das Wetter besser und wärmer ist, wird die Ausfahrt unternommen.
Wenn ihr auch Mitglied werden wollt, hier ist der Aufnahmeantrag

Herzlichen Glückwunsch Elmar Schneiderling zum 70. Geburtstag

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Vorsitzende Renate Dodell gratuliert dem stellvertretenden Vorsitzenden, Elmar Schneiderling, zum 70. Geburtstag!

Dodell: „Elmar Schneiderling ist seit 12 Jahren unermüdlich mit vielen, vielen  Wochenstunden ehrenamtlich als Vorstandsmitglied und Hospizbegleiter im Einsatz für den Verein und kümmerst sich wirklich um alles! Er ist „Herz und Hirn“ des Vereins zugleich.“ Sie bedankte sich im Namen des Vereins sehr herzlich und wünschte ihm gute Gesundheit.

„Keine Angst mehr vor dem Sterben“

Peissenberger Gruppe

Rund 150 ehrenamtliche Hospizbegleiter sind beim Hospizverein im Pfaffenwinkel die Stütze des ambulanten Dienstes. Gut zwei Dutzend der Begleiter sind in der Gruppe Peißenberg zusammengeschlossen.

Peißenberger Hospiz-Gruppe

Von Monika Brandmaier

Peißenberg/Polling – Im großen Raum im ersten Stock des Hospizes im Kloster Polling liegen ein Zweig und eine Rose am Boden, daneben brennt eine Kerze. Drumherum sitzen in einem Stuhlkreis Hospizbegleiter aus Peißenberg und Umgebung, eine der Frauen – nur zwei Männer sind in der Gruppe – liest einen kurzen Text mit der Frage „Wer bin ich?“ vor. Für einen Moment hängt jeder seinen Gedanken nach. „Impuls“ wird diese Szene genannt. Damit beginnt beim Hospizverein jedes Gruppentreffen, die Gestaltung übernimmt immer ein anderer.

Aus Peißenberg und Hohenpeißenberg, Oberhausen, Huglfing und Pähl kommen die Mitglieder der Peißenberger Gruppe, die mit gut zwei Dutzend Hospizbegleitern zu den kleinen der neun Ortsgruppen gehört. Aber: „Wir haben dafür mehr, wenn auch kürzere Begleitungen“, sagt Gisela Klotz. Sie ist eine von fünf Koordinatorinnen des ambulanten Dienstes beim Hospizverein und betreut die Peißenberger bei ihren monatlichen Treffen. Da wird über aktuelle Einsätze gesprochen, Details bleiben innerhalb der Gruppe. Denn jeder Hospizbegleiter unterliegt der Schweigepflicht.

Wer beim Hospizverein ehrenamtlich mitarbeiten und schwerstkranke Menschen betreuen will, muss eine umfassende Schulung absolvieren. Rund 100 Stunden Theorie und dazu ein Praktikum im Hospiz – nicht jeder, der sich anmeldet, hält bis zum Ende durch. Der Großteil der Peißenberger Hospizbegleiter ist seit vielen Jahren dabei, die Gründe für ihr Engagement sind vielschichtig. Eine zum Beispiel kam über eine Freundin zur Hospizarbeit, nachdem sie lange nach einer sinnvollen Tätigkeit gesucht habe, wie sie sagt. Eine andere habe sich nach dem Tod der Mutter „total hilflos“ gefühlt und sich in dieser Zeit erstmals mit dem Thema „Hospiz“ befasst. Sechs Jahre später machte sie die Ausbildung. Mittlerweile ist sie seit 15 Jahren Hospizbegleiterin. Die Betreuung Schwerstkranker gebe ihr auch selbst ein Stück Sicherheit: Man sehe den Tod anders, als ein Stück vom Leben, „ich habe keine Angst mehr vor dem Sterben“, sagt sie.

Im Einsatz sind die Hospizhelfer im häuslichen Umfeld von Schwerstkranken in deren letzter Lebensphase – die meisten Menschen wollen zuhause sterben – sowie im stationären Hospiz und mittlerweile auch verstärkt in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Sie nehmen sich Zeit zum Zuhören und für Gespräche – „die Leute reden nicht vom Sterben, sondern vom Leben“, sagt eine Hospizbegleiterin. Sie gehen mit den Menschen spazieren, sind einfach da, halten manchmal auch einfach die Hand. Vor allem im häuslichen Bereich entlasten sie damit die Angehörigen.

Die meisten Hospizbegleiter aus der Peißenberger Gruppe übernehmen am liebsten Einsätze in Familien, nur wenige helfen auch im stationären Hospiz oder in Alten- und Pflegeheimen. In einem aber sind sich alle einig: „Es ist wichtig, Abstand zu finden und Belastendes nicht mit nach Hause zu nehmen“, sagt eine Peißenbergerin. Was nicht immer leicht fällt. Eine Betreuung habe sie sehr mitgenommen, gibt eine der Frauen zu. „Manchmal hatte ich einen Kloß im Hals.“ In solchen Fällen gibt nicht nur die Gruppe Halt, sondern bietet der Hospizverein auch Supervisionen an.