Vorsitzende Renate Dodell informiert zum aktuellen Stand Erweiterung Hospiz / Kinderhospiz

Aus einem Interview für den Jahresbericht der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz

Sie planen nun ein gemeinsames Projekt mit einem gemeinsamen stationären Erwachsenenhospiz und einem teilstationären Kinderhospiz im Kloster Polling. Wie ist hier der aktuelle Stand?

Unser stationäres Hospiz Pfaffenwinkel im Kloster Polling mit derzeit 10 Betten hat ja nur eine begrenzte Bestandsgarantie für die Räumlichkeiten. Da wir im bestehenden Klostergebäude selbst aus räumlichen und denkmalpflegerischen Gesichtspunkten keine Möglichkeit zur Ertüchtigung oder Erweiterung haben, planen wir seit Herbst 2018 einen Anbau an das Kloster, in dem unsere bereits genehmigten 14 Gästezimmer untergebracht werden sollen. In diesem Anbau sollen beide Hospize also auch das teilstationäre Kinderhospiz der Stiftung AKM mit 8 Betten einziehen. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit den Krankenkassen können hoffentlich bald abgeschlossen werden.

Die Vorplanungen unseres Architekten Thomas Grubert sind gut vorangeschritten und mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Raumprogrammen abgestimmt. Die Öffentlichkeit ist informiert und wir erhalten unglaubliche Unterstützung von den Bürgern, der Gemeinde und dem Landkreis. Auch die Verhandlungen mit dem Landesdenkmalamt u.a. wegen des Bodendenkmals (Klosterinnenhof), auf dem das Gebäude errichtet werden soll, sind weit fortgeschritten.

Wie sehen die nächsten Schritte in diesem spannenden Projekt aus?

Wenn die Grundvoraussetzungen (siehe oben) positiv abgeschlossen sind, kann die Vorbereitung der genehmigungsfähigen Pläne mit den notwendigen Fachplanungen zügig vorangetrieben werden. Bodengutachten, Statik, Haustechnik und einiges mehr sind notwendig, um die Pläne zu konkretisieren, aber auch um die möglichen Kosten belastbar zu ermitteln.

Der Hospizverein im Pfaffenwinkel und die Stiftung AKM planen einen gemeinsamen Förderverein, um die Finanzierung und später den Betrieb der beiden Hospize zu begleiten. Die Satzung für diesen Verein wird derzeit erarbeitet und abgestimmt.

Weitere Gespräche mit Kloster und einem möglichen Bauherrn, der das Gebäude errichtet und nach Fertigstellung an die beiden Betreiber vermietet, erfolgen in den nächsten Tagen.

Was sind Ihre Wünsche und Ziele für 2020?

Ich wünsche mir, dass die Grundvoraussetzungen bald erfüllt sind und wir mit den intensiveren Planungen voll loslegen können.

Meine Ziele für die Zusammenarbeit mit der Stiftung AKM und dem Bauherrn sind eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit für das gemeinsame Ziel, die hospizliche Versorgung aller Menschen vom Säuglings- bis zum Greisenalter im südwestlichen Oberbayern weiter zu verbessern.

Und ich wünsche mir 2020 viele Menschen, Vereine, Organisationen, Betriebe und Stiftungen, die unser Vorhaben finanziell, aber auch ideell voll unterstützen.

Auch wir sagen noch einmal ganz herzlich Danke!

Frau Theresia Wagner seit 01.01.2007 bei uns ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Frau Wagner ist außerordentlich engagiert, spontan einsetzbar und hat in der lange Ehrenamtszeit viele Menschen und deren Familien begleitet. Zu letzt begleitete sie überwiegend Bewohner des AWO Altenheimes in Benediktbeuern.

Ihre warme, herzliche Art ist allseits beliebt 😊. Sie wird im Laufe des Jahres aus dem aktiven Dienst ausscheiden um mehr Zeit für ihre Familie und ihre eigene Gesundheit zu haben.

Sag zum Abschied leise Servus

So hatte sich das Hospizbegleiterin Anni Gierl gedacht und wollte am 31.12.2019, nach 18 Jahren ehrenamtlichen Dienst im Stationären Hospiz, nur schnell eine Torte für die Mitarbeiter des Hospizes vorbeibringen.

Aber ganz so ruhig ließ die Belegschaft ihre Anni dann doch nicht gehen:

Als Dank für ihre beständige Hilfe in der Stationsküche bekam sie von der Küchenmannschaft eine schöne Orchidee und für ihren Dienst zum Wohl der Gäste vom Pflegeteam und der Hospizleitung einen Blumenstrauß und einen Gutschein.

stehend von links: Luzia Schmid, Rita Vollmann, Sr. Raphaela Ferber, Beate Elverfeldsitzend von links: Anni Gierl und Karlheinz Gaisbauer

Ganz aus dem Dienst für den Hospizverein hat sich Anni Gierl aber nicht verabschiedet. Sie übernimmt weiterhin ihre Besuchsdienste im Bürgerheim in Weilheim.

 

Schirmherr Dieter Fischer: „Wenn ich helfen kann, bin ich da“

Es gibt Schirmherren, die sehen ihr Amt sehr locker. Sie kommen zur einen oder anderen Veranstaltung und vertrauen darauf, dass ihr Name genügend Zugkraft hat, damit sich Geld für wohltätige Zwecke sammeln lässt. Sie sprechen dann ein paar Worte, bitten um Spenden, und das war’s auch schon – bis zum nächsten Mal.  Dieter Fischer, der als „Kommissar Anton Stadler“ in der ZDF-Erfolgsserie „Die Rosenheim Cops“ zu den beliebtesten bayerischen Fernsehkommissaren zählt, ist da aus anderem Holz geschnitzt. Seit der 48-jährige Schauspieler im Mai 2018 die dauerhafte Schirmherrschaft für den „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ übernommen hat, setzt er sich über die Maßen für den Verein und das Hospiz in Polling ein. „Ich engagiere mich gerne für eine Sache, hinter der ich stehe“, sagt er.

Dass Dieter Fischer heute Schirmherr ist, hat der Hospizverein indirekt dessen Kollegin Marisa Burger zu verdanken, die in den „Rosenheim Cops“ die Sekretärin „Miriam Stockl“ spielt. Die hatte ihn vor einigen Jahren zu einer Spendenübergabe in ein Kinderhospiz in Wiesbaden mitgenommen. Fischer war sofort von der Arbeit dort und vom Hospizgedanken fasziniert. Als dann für eine Folge der Serie in Bernried gedreht wurde, kam er in Kontakt mit dem „Hospizverein im Pfaffenwinkel“. Der Gedanke, sich hier zu engagieren, nahm immer mehr Gestalt an. Da traf es sich gut, dass der Hospizverein damals einen Schirmherrn suchte…

Im „Raum der Stille“ im Hospiz im Pollinger Kloster lehnt sich Dieter Fischer auf der roten Couch zurück. Sein Blick schweift über Texte an der Wand gegenüber. Albert Schweizers Zitat „Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen“ steht dort. Und auch der Spruch „Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener“. „Jeder kann so viel im Kleinen tun“, sagt Fischer. Etwa mit einer Mitgliedschaft beim Hospizverein. Der Mindestbeitrag pro Jahr liegt bei 65 Euro – „das ist gerade mal so viel wie zwei Halbe Bier im Monat“. Eine Obergrenze gibt es nicht. „Jeder kann für sich selbst entscheiden, was er geben kann und wozu er bereit ist.“ Dieses System findet er „hervorragend“, auch er selbst gibt mehr.

Nachdenklich spricht er über den Tod seiner Eltern, die zuhause gestorben sind. Sowohl beim Vater wie auch bei der Mutter war er dabei und mit der Situation „völlig überfordert“, wie er zugibt. Dass diese Hilflosigkeit nicht sein muss, habe er erst durch den Hospizverein und dessen wertvolle ambulante wie stationäre Arbeit erfahren. „Als Schirmherr ist es mir ein Anliegen, darauf aufmerksam zu machen.“ Das Leben ende nicht im Sterben, sondern im Tod. „Das Sterben ist uns allen unbekannt“, sagt er. „Aber wir müssen uns darauf einlassen, denn irgendwann trifft es jeden von uns.“ Man müsse aber versuchen, diesen Prozess möglichst erträglich und schön zu gestalten, wobei der Hospizverein große Unterstützung leiste. Der begleitet bis zuletzt und bietet auch spezielle „Letzte Hilfe“-Kurse an. Dieter Fischer will einen solchen Kurs besuchen.

Von der Schirmherrschaft des „Fernseh-Kommissars“, der im Landkreis Starnberg lebt, profitiert der Hospizverein in vieler Hinsicht. „Mir geht es gut, ich bin auf der Sonnenseite und warum soll ich meinen Bekanntheitsgrad nicht nutzen?“, sagt Fischer. Schon mehrere tausend Euro Erlös aus seinen Lesungen hat er für Verein und Hospiz gespendet, wobei Geld nicht der Hauptzweck seines Engagements ist. „Ich bin Schirmherr geworden, weil ich helfen will.“ Dieter Fischer kommt zu Veranstaltungen für Mitarbeiter und Hospizbegleiter, ist jedes Mal beim „Tag der offenen Tür“ dabei, hat auch schon einen Praktikumstag im stationären Hospiz absolviert und ist „immer reicher gegangen als gekommen“, wie er sagt. Und er ist glühender Verfechter des Projekts für die Hospizerweiterung und den Bau eines teilstationären Kinderhospizes der Stiftung „Ambulantes Kinderhospiz München“. Zuletzt hat er bei der Mitgliederversammlung und in der Pollinger Bürgerversammlung leidenschaftlich dafür plädiert. Und er wirbt eifrig und mit Erfolg neue Mitglieder an. Aufnahmeanträge hat er immer in der Tasche.

„Er ist mit Herzblut dabei und immer da, wenn wir ihn brauchen“, freut sich Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell. Sie hätte nicht zu träumen gewagt, dass Dieter Fischer die Schirmherrschaft wirklich übernimmt. „Wir haben uns beide darauf eingelassen“, sagt er, und er bereue das keine Sekunde. Die Schirmherrschaft sei für ihn in keinem Moment mit Stress oder Belastung verbunden. Selbst dann nicht, wenn er sich nach Drehschluss noch schnell ins Auto setzt, um rechtzeitig in Polling zu sein, wenn er dem Hospizverein helfen kann.

Monika Brandmaier

Dieter Fischers wunderschöne Lesung in einem wunderschönen Saal

Als Schauspieler Dieter Fischer 2018 die dauerhafte Schirmherrschaft übernahm, versprach er, sich mit all seiner Kraft für den Hospizverein im Pfaffenwinkel und das stationäre Hospiz einzusetzen. Schirmherr ist er geworden, weil er helfen will, wobei Geld nicht der Hauptzweck seines Engagements sein sollte. Man kann aber auch Ausnahmen machen. Am 4. Advent zum Beispiel. Da las Dieter Fischer zweimal im ausverkauften Prälatensaal des Klosters Polling „Die Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma und bescherte damit dem Hospizverein einen Reinerlös von 3750 Euro.

Der kleine Tisch auf dem Podium im Prälatensaal ist mit weißer Decke, Tannenzweig, Strohstern und einer roten Kerze geschmückt. Daneben eine Leselampe und ein Steinkrug mit Wasser, um zwischendurch die Stimme zu ölen. Bekleidet mit Lederhose, Pfoad, Trachtenjoppe, gestrickten Strümpfen und Haferlschuhen nimmt Dieter Fischer Platz und holt aus einem kleinen grünen Stoffrucksack Textbuch und Lesebrille hervor. Bedächtig zündet er die Kerze an und lauscht einem einführenden Musikstück der „Stoabach Saitnmusi“. Und dann zieht seine Stimme die Besucher im vollbesetzten Saal in ihren Bann. Mal leise, mal laut, mal mit sanfter und gleich darauf wieder mit brummiger, grantiger Stimme liest Fischer in bestem bayerischen Dialekt Thomas Geschichte von der Herbergssuche und der Geburt des Heilands. Und allein durch seinen Tonfall hat man den abweisenden Wirt, das keifende Weib oder die armen Hirten vor Augen. Man merkt, dass Dieter Fischer Profi ist. Wohl kaum einer kann Thomas „Heilige Nacht“ besser rüberbringen.

Kurze Lesepausen, in denen er sich zurücklehnt oder den Blick durch den Saal schweifen lässt, füllen der „SteiBay Dreigsang“ (Claudia Sturm aus Inning, Sissi Taubert aus Hechendorf und Gerhard Syen aus dem Ausseer Land) und die „Stoabach Saitnmusi“ aus Traubing (Christine Pöschl/Harfe, Manuela Pöschl/Hackbrett, Rudi Beyer/Bass) und Norbert Pöschl (Gitarre und Leitung) mit Gesang und passenden Klängen. Beide Gruppen begleiten Fischer regelmäßig bei seinen Lesungen und verzichteten zugunsten des Hospizvereins auf Gage. Mit langanhaltendem Applaus bedankten sich die Besucher für eine wunderschöne Lesung in einem wunderschönen Saal. Und der Hospizverein bedankte sich bei den Mitwirkenden mit Blumen für die Damen und einem guten Tropfen für die Herren. Dieter Fischer war nach beiden Lesungen noch recht gefragt – und erfüllte gerne Autogrammwünsche von Besuchern.

Text/Fotos: Monika Brandmaier und Renate Dodell

Engagement wertschätzen – Frauenbund und Mechtildisverein spenden für Pollinger Hospiz

Dießen.- Gemeinsam das Jahr weihnachtlich ausklingen lassen, diese Tradition zelebrieren der Kath. Frauenbund und der Mechtildisverein in Diessen schon seit einigen Jahren. Im weihnachtlich dekorierten Traidtcasten fanden sich vergangenen Samstag gut 120 Damen beider Vereine und ein paar männliche Gäste ein, um in feierlicher Stimmung Weihnachten zu feiern. Traditionell spendeten die anwesenden Besucher wieder für einen wohltätigen Zweck. 1500 Euro kamen in diesem Jahr für die Erweiterung des Hospizes und das  geplante Kinderhospiz in Polling zusammen, die direkt vor Ort an die Vorsitzende des Hospizvereins Pfaffenwinkel in Polling, die ehemalige Landtagsabgeordnete Renate Dodell, überreicht werden konnten.

Vorstandssprecherin Sandra Perzul freute sich bei ihrer Begrüßung über den voll besetzten Saal im Traidtcasten, in dem sich Mitgliedsfrauen vom Frauenbund- und Mechtildisverein, Pfarrer Josef Kirchenstensteiner und Pfarrer Hans Schneider, Bürgermeister Herbert Kirsch und einige Gäste zum Abschluss des Jahres noch einmal zur Unterhaltung, zum Austausch und zu weihnachtlicher Freude eingefunden hatten. Die Tische waren liebevoll weihnachtlich dekoriert, Teller mit Stollen, Lebkuchen und selbstgebackenen Plätzchen warteten auf die Besucher.

Die musikalische Umrahmung des Nachmittags übernahm der Frauenchor, der seit über zehn Jahren die beiden Vereine bei festlichen Anlässen begleitet und musikalisch vertritt. Mit weihnachtlichen Liedern sorgten die Sängerinnen und ihr Musiker Werner Forstner an der Zither für adventliche Stimmung bei den Gästen.

Pfarrer Josef Kirchensteiner betonte, wie wichtig in der heutigen Zeit der Glaube an Gott sei. Gerade in dunklen und tristen Stunden, wenn man sich allein fühle, sei der Glaube ein wichtiger Halt. Bürgermeister Herbert Kirsch, der in diesem Jahr zum letzten Mal als Bürgermeister das weihnachtliche Grußwort sprach, dankte den beiden Vereinen für ihr ehrenamtliches Engagement im Ort und wünschte allen Anwesenden, wie auch Pfarrer  Kirchensteiner zuvor schon, ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Er berichtete aus seinem kürzlich stattgefundenen Urlaub, bei dem er in verschiedenen Regionen Indiens, wie beispielsweise Kalkutta, auch Menschen getroffen habe, die unter deutlich schlechteren Bedingungen leben. „Wir müssen dankbar sein, dass es uns hier so gut geht, dass wir gesund sind und in Frieden leben können“, fügte der Bürgermeister hinzu. Auch der heilige Nikolaus hatte es sich in diesem Jahr wieder nicht nehmen lassen und die Mitglieder zusammen mit zwei Engelchen besucht. Er freute sich, wie engagiert die beiden Vereine in der Gemeinde sind und lieferte einen kurzen Überblick über die Aktivitäten in den vergangenen Monaten. „Frauen können viel bewegen, vielleicht auch bei der anstehenden Bürgermeisterwahl im März“, fügte der Nikolaus lächelnd hinzu.

An andere denken, denen es nicht so gut gehe wie einem selbst, das sei dem Frauenbund und dem Mechtildisverein in Dießen immer ein großes Anliegen, betonte Sandra Perzul. Daher haben sich die beiden Vereine in diesem Jahr für eine Spende an den Hospizverein Pfaffenwinkel e.V. in Polling entschieden. Seit 1992 macht es sich dieser Verein in der Region zur Aufgabe, Menschen bis zu ihrem letzten Augenblick unter Wahrung der Menschenwürde, mit größtmöglicher Selbstbestimmung, Lebensqualität und Linderung von Krankheitssymptomen zu begleiten. Mittlerweile agieren dort gut 1.100 Mitglieder, davon rund 180 ehrenamtliche, aktive Hospizbegleiter und mehr als 40 hauptamtliche Mitarbeiter. Die haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer betreuen und begleiten sowohl ambulant zu Hause, in Altenheimen, Krankenhäusern als auch stationär im Hospiz Pfaffenwinkel im Kloster Polling schwer kranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen.

Seit vielen Jahren engagiert sich hier die ehemalige Abgeordnete des Bayerischen Landtags Renate Dodell als Vorsitzende. Gemeinsam mit ihrem Schatzmeister Wolfgang Kastl und dessen Frau war Dodell auch am Samstag bei der Weihnachtsfeier zu Gast. Sie berichtete über die aktuellen Planungen des Vereins, an das Kloster anzubauen und dort die künftig 14 Betten des Hospizes und ein teilstationäres Kinderhospiz mit 8 Betten unterzubringen In den vergangenen Jahren seien die Anfragen nach Betten im Hospiz aus dem Zuständigkeitsbereich – den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen sowie den südlichen Teilen der Landkreise Starnberg und Landsberg – ständig angestiegen. Die  „Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München“ soll später das teilstationäre Kinderhospiz betreiben.

In diesem Kinderhospiz geht es vor allem um die Alltagsentlastung für Familien mit schwerkranken Kindern. Die Kinder können z.B. 1-2 Tage in der Woche oder ein Wochenende im Monat nach Polling kommen, damit die Eltern einmal durchschnaufen oder auch durchschlafen können. Dort werden sie gut betreut und erhalten auch die notwendigen Therapien. Die notwendigen Planungen und Gespräche mit Krankenkassen, Architekt, Landedenkmalamt usw. finden laut Dodell derzeit statt. Dass die Mitglieder des Frauenbundes und des Mechtildisvereins ein großes Herz haben und das ganze Jahr über an soziale und karitative Einrichtungen spenden, ist bekannt. Auch am vergangenen Samstag zeigten die Besucher große Anteilnahme und so konnte am Ende des Nachmittags die stolze Summe von 1500 Euro an die Vertreter des Hospizvereins Pfaffenwinkel überreicht werden.

Mit weihnachtlichen Liedern und einer humorvollen Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Diana Linke, klang der Nachmittag stimmungsvoll aus.

Text: Sandra Perzul

Fotos: Renate Dodell

Führung als Dank für Spende

Dass die Besatzung des Minenjagdbootes „Weilheim“ mit einem Stand beim Weilheimer Weihnachtsmarkt vertreten ist, hat seit vielen Jahren Tradition. Und ebenso guter Brauch ist es, dass die Matrosen anschließend ihre Einnahmen spenden. Im Vorjahr kamen durch den Verkauf von Glühwein und Bootsaccessoires sowie durch Spenden über 3000 zusammen, die Hälfte des Geldes ging an den Hospizverein im Pfaffenwinkel. Bei der Übergabe hatte Vorsitzende Renate Dodell damals Matrosen und Marinekameradschaft zu einer Führung durchs Hospiz eingeladen, ihr Versprechen löste sie nun ein.

Begleitet vom Vorsitzenden der Marinekameradschaft Weilheim, Hans Stibich, und dem langjährigen ehemaligen Vorsitzenden, jetzigem Schriftführer und Ehrenmitglied Manfred Ulrich, zeigten „Weilheim“-Kommandant Kapitänleutnant Florian Förster und eine Abordnung der Besatzung großes Interesse an der Arbeit des Hospizvereins und waren beeindruckt vom stationären Hospiz. Bei der Führung betonte Renate Dodell besonders, dass für die Lebensqualität der schwerkranken Gäste bis zuletzt vieles getan werden könne und nannte als Beispiele individuelles Kochen, das besondere, behindertengerecht ausgestattetes Bad, viele Gesprächsmöglichkeiten und eine gemütliche Atmosphäre „wie in einem großen Haushalt“.

Nach dem Hospiz besuchten die „Weilheimer“ noch den benachbarten integrativen Kinderhort, für den sie im vergangenen Jahr die zweite Hälfte ihrer Einnahmen gespendet hatten.

Bei der Führung durchs Hospiz: Renate Dodell und Geschäftsführer Steffen Röger mit Kapitänleutnant Florian Förster, Besatzungsmitgliedern der „Weilheim“ und Vertretern der Marinekameradschaft Weilheim. Foto: Hospizverein

 

 

mb/Foto: Hospizverein

Offenes Singen auf dem Kirchplatz

Wenn der „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ am ersten Adventssonntag Besucher willkommen heißt, gehört zum „Tag der offenen Tür“ auch immer das offene Singen auf dem Pollinger Adventsmarkt mit zum Programm. Gemeinsam mit dem Musikverein Polling unter Leitung von Bernd Schuster stehen dabei verschiedene Weihnachtslieder auf dem Programm. Wie jedes Jahr wurde das Singen auch heuer von Gisela Jäckle vorbereitet und vom Hospizchor unter Leitung von Lissy Schmid unterstützt, dessen Mitglieder sich nach der Begrüßung durch Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell auf dem Kirchplatz verteilten und die Besucher zum Mitsingen ermunterten. Manche waren dankbar für die zur Verfügung gestellten Liedtexte von „Es wird scho glei dumpa“, über „Süßer die Glocken nie klingen“, „Kommet ihr Hirten“ oder „Vom Himmel hoch“. Andere wiederum sangen von Anfang an textsicher mit. Dass es leicht nieselte, störte weder Erwachsene noch Kinder, und auch nicht die zwei Schafe und ihre drei Lämmer oder den Ochs und den Esel in der lebenden Krippe, vor der sich die Musiker aufgestellt hatten.

 

Text/Fotos: Monika Brandmaier

Herzlich willkommen beim „Tag der offenen Tür“

Besucher waren beim „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ am ersten Adventssonntag herzlich willkommen. Und da nutzten viele die Gelegenheit, sich beim „Tag der offenen Tür“ im ersten Stock des Klosters umzuschauen und über die Arbeit des Vereins zu informieren. Dafür gab es nicht nur jede Menge Schautafeln und Broschüren, Vorstandsmitglieder und Koordinatorinnen standen zudem für persönliche Gespräche zur Verfügung. Was auch gerne angenommen wurde. Der eine oder andere hatte gezielte Fragen zur Aufnahme im stationären Hospiz oder zu den ambulanten Einsätzen oder interessierte sich für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter und trug sich in einer dafür aufgelegten Liste ein. Ebenfalls mit von der Partie war Schauspieler Dieter Fischer, der sich als Schirmherr für den Hospizverein engagiert und der auch schon mal auf seine Rolle als „Kommissar Anton Stadler“ in den „Rosenheim-Cops“ angesprochen wurde.

Das Treppenhaus, die im breiten Gang aufgestellten Tische und der Refektoriumssaal waren weihnachtlich geschmückt. Es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Die meisten Gäste kamen am späten Vormittag nach der Sonntagsmesse in der Stiftskirche, verbanden den Besuch beim Hospizverein am Nachmittag mit dem Pollinger Adventsmarkt oder schauten gezielt zu den einzelnen Programmpunkten vorbei. Sehr gut besucht waren zum Beispiel der Vortrag von Koordinatorin Britta Patzke über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, nach dem auch Einzelgespräche möglich waren, oder die Märchenstunden mit Maria Schumacher, die Wintermärchen für Kinder und Erwachsene erzählte. Darüber hinaus wurde auch mehrmals der Hospizfilm „Solange du lebst…“ gezeigt.

Gesorgt war auch für Verpflegung: Es gab Gemüsesuppe mit oder ohne Würstl und zum Aufwärmen Orangen-Ingwer-Honigtee. Den musikalischen Part übernahmen Koordinatorin Gesa Mayer mit Sohn Wendelin, Bruder Fokko Folkerts und Alfred Lichtenwald mit Klarinetten, Akkordeon und Tuba, wobei sich dem Quartett einmal auch Schwester Gabriela anschloss, die dafür eigens die Flöte aus ihrem Zimmer im Kloster geholt hatte.

 

Text/Fotos: Monika Brandmaier

Verdiente Ehrung für je rund 20 Jahre Hospizdienst in unserem Hospizverein

Es war schon eine besondere Einladung, die Monika Leckel, Anni Gierl und Hildegard Zilbauer die letzten Wochen in ihrer Post fanden. Kein geringerer als Ministerpräsident Markus Söder lud die drei Hospizbegleiterinnen zur „Aushändigung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männer“ nach München in die Allerheiligen Hofkirche der königlichen Residenz.  „Ohne sie wäre unser Land ärmer“ würdigte er den Einsatz eines jeden einzelnen der 90 anwesenden Ehrenamtlichen und überreichte eine Ehrennadel und eine Urkunde für deren vielfältiges Engagement für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft. Ein anschließender Empfang rundete die würdige Feier ab.

(Foto Kh. Gaisbauer)  von links Monika Leckel, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Anni Gierl und Hildegard Zilbauer