Spende Pfarrfest Spatzenhausen

v. l. Martina Felix, 2. Vorsitzende und Gisela König, 1. Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Spatzenhausen bei der Übergabe der Spende an Karlheinz Gaisbauer, Leitung Hospiz Pfaffenwinkel

Bei bestem Juniwetter veranstaltete die Pfarrgemeinde Spatzenhausen auch dieses Jahr ihr Pfarrfest wieder am Fronleichnamstag. Gleich im Anschluss an den Gottesdienst und der Prozession wurde gegrillt, so dass in vielen Haushalten die Küche kalt blieb. Auch für den nachmittäglichen Kaffee und Kuchen war gesorgt. Der Erlös der Speisen und Getränke gingen in diesem Jahr an den Hospizverein im Pfaffenwinkel in Polling. So konnten Gisela König und Martina Felix insgesamt 500 Euro an Karlheinz Gaisbauer übergeben. Ein großer Betrag für die 750 Einwohner Gemeinde, die zweitkleinste im Landkreis Weilheim-Schongau.

Der Hospizverein bedankt sich herzlich.

 

Neuer Stiftungsvorstand bestellt

Die Stiftung Hospizverein im Pfaffenwinkel hat einen neuen Vorstand, der für die nächsten 5 Jahre im Amt ist: v.l. Jakob Schaetz aus Bernried, Volker Köllnberger aus Iffeldorf (2. Vorstand), Dr. Anton Schuster aus Weilheim (1. Vorstand), Hans Kummert aus Weilheim und Elmar Schneiderling aus Bad Heilbrunn.
Der Hospizverein bedankt sich sehr herzlich über das hohe Maß an sachkundiger, ehrenamtlicher Unterstützung!

In der Bürgerversammlung Polling viel Beifall für Hospiz-Projekt

Das gemeinsame Projekt des Hospizvereins im Pfaffenwinkel und der Stiftung „Ambulantes Kinderhospiz München“(AKM), das bestehende Hospiz im Pollinger Kloster von zehn auf 14 Betten zu erweitern und in dem Anbau auch ein ambulantes/teilstationäres Kinderhospiz zu errichten (siehe Berichte unten), findet in Polling breite Zustimmung. Das zeigte sich bei der Bürgerversammlung in der Tiefenbachhalle, bei der Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell das Projekt vorstellte und Architekt Thomas Grubert Entwürfe zeigte. Es gibt noch keine endgültige Planung, „aber wir müssen jetzt handeln“, um Polling auf Dauer als Hospizstandort zu sichern, betonte Dodell. „Das Kloster ist das Herz von Polling und das Zentrum unserer Arbeit“, sagte sie, und das Hospiz sei auch von großer Bedeutung für den Fortbestand des Klosters. Präsentiert wurden die bereits mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgesprochenen Entwürfe, um die Bürger frühzeitig zu informieren und um zu sondieren, ob und wie der Anbau realisiert werden kann.

In Wortmeldungen sprachen mehrere Bürger dem Hospizverein Dank und Anerkennung für seine Arbeit aus. Unterstützung für das Projekt sagten unter anderem die Gemeinderätin Brigitte Albrecht und Franz Vielhuber zu sowie namens des Ärztlichen Kreisverbands der ehemalige Gesundheitsamtschef Dr. Karl Breu. Mit den Worten „nichts zu tun, ist die schlechteste Lösung“, wandte sich Renate Dodell an die Adresse von Kritikern und Zweiflern. Sie lud alle ein, konstruktiv mitzuarbeiten und ihre Ideen mit einzubringen.

Anhaltenden Beifall gab es auch für Christine Bronner, geschäftsführende Vorsitzende der AKM, die in emotionalen Worten von der Arbeit der AKM für schwerstkranke Kinder berichtete. Und stark für das Vorhaben machte sich in der Bürgerversammlung auch Schauspieler Dieter Fischer, der im Vorjahr die Schirmherrschaft über das Hospiz „Pfaffenwinkel“ übernommen hat und voll hinter dem Projekt steht: „Ich brenne für diese Sache.“

Das Fazit von Renate Dodell nach der Bürgerversammlung: „Es freut mich wirklich sehr, dass eine breite Mehrheit unser Vorhaben mitträgt oder unterstützt! Danke liebe Pollinger, Ettinger und Oderdinger!“

Text/Fotos: Monika Brandmaier

Dank für langjähriges Engagement

Bei der Mitgliederversammlung des Hospizvereins im Pfaffenwinkel galt der besondere Dank von Vorsitzender Renate Dodell zwei Frauen. Je einen Blumenstrauß überreichte sie an Beate Elverfeld (links) und an Rita Storf (rechts). Elverfeld arbeitet seit über zehn Jahren hauptamtlich beim Hospizverein, Storf ist seit 2003 Schwester im stationären Hospiz und geht zum 31. Juli in den Ruhestand. Ganz aufhören könne und wolle sie aber nicht, erklärte Renate Dodell. Die von allen geschätzte Schwester Rita wird künftig auf 450-Euro-Basis weiter mitarbeiten.

Text und Foto: Monika Brandmaier

Benefizkonzert für den Hospizverein

Die Unterstützung des Hospizvereins im Pfaffenwinkel ist dem Ensemble „Laetare“ (lat: „Freue Dich“) aus Iffeldorf eine Herzensangelegenheit. Mehrfach bereits wurden die Erlöse aus Konzerten für den Verein gespendet. Kürzlich war das Ensemble – diesmal in der Besetzung Klaus Fessmann (Klangsteine), Andrea Fessmann (Gesang) und Lisa Schöttl (Hackbrett) – bei freiem Eintritt in der gut besuchten Pollinger Stiftskirche zu erleben. Musikprofessor Fessmann entlockte seinen Klangsteinen dabei mal hohe, mal tiefe, dann wieder leise und laute Töne, die teils vom Hackbrett aufgenommen und verstärkt wurden oder Andrea Fessmanns klare Stimme begleiteten. Und die mit sphärischen Klängen das Kirchenschiff erfüllten.

„Der ,Laetare‘-Klang öffnet sich in eine andere Dimension des kammermusikalischen Musizierens“, sagt Klaus Fessmann. „Ohrenlicht“ sage man in China dazu: „Wenn Steine klingen, geht im Ohr ein Licht an“, heißt es dort in einem Sprichwort. Ergänzend zur Musik las Eberhard von Radetzky Texte von Rainer Maria Rilke, Antoine de Saint-Exupéry und Hermann Hesse. Und Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell bedankte sich am Ende bei den Mitwirkenden mit Blumen und einem guten Tropfen. „Es ist uns ein Anliegen, für die gute Sache zu musizieren“, so Andrea Fessmann. Den Besuchern war es ein Anliegen, das zu unterstützen: Sie spendeten insgesamt 997 Euro für den Hospizverein im Pfaffenwinkel.

Den Mitwirkenden und allen Spendern ein herzliches Dankeschön!

Text und Fotos: Monika Brandmaier

Mitgliederversammlung beim Hospizverein: Eindrucksvolle Bilanz und prominenter Unterstützer

Die Mitglieder des Hospizvereins im Pfaffenwinkel stehen hinter den Plänen, das bestehende Hospiz im Kloster Polling zu erweitern und in dem Anbau auch ein ambulantes/teilstationäres Kinderhospiz unterzubringen. Das zeigte sich bei der Mitgliederversammlung wenige Stunden, nachdem das Projekt der Presse vorgestellt worden war. Es gab dazu eine Reihe von positiven Wortmeldungen, in denen dem Hospizverein „grandiose Arbeit“ attestiert wurde. Und neben dem Ehrenvorsitzenden Elmar Schneiderling war Hospizvereins-Schirmherr Dieter Fischer einer der großen Verfechter. Auch er ist „begeistert von der Idee“ und stehe voll und ganz hinter dem Projekt, das er mit all seinen Möglichkeiten unterstützen werde. Wenn er sich etwas vornehme, sei er „ein Ackergaul“, der kraftvoll vorwärts ziehe, so Fischer.

Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell und Hospizleiter Karlheinz Gaisbauer belegten anhand von Zahlen die Notwendigkeit einer Erweiterung. 1178 hospizliche Anfragen gab es 2018 bei Sr. Angela Kirchensteiner und den Koordinatorinnen des ambulanten Hospizdienstes, zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der ambulanten Begleitungen ist von 598 auf 619 angestiegen. 105 schwerkranke Menschen (67 Frauen und 38 Männer) wurden im stationären Hospiz mit seinen derzeit zehn Betten aufgenommen, die Zahl der Menschen, die nicht aufgenommen werden können, steigt weiter. Laut Gaisbauer betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Hospiz 33 Tage, wobei im Lauf des Jahres insgesamt 3459 Pflegetage zusammenkamen. Die Hälfte der schwerkranken Gäste verstarb innerhalb der ersten 18 Tage. Durch die Betreuung aber erholten sich neun Gäste wieder so weit, dass sie das Hospiz noch einmal verlassen konnten. Gaisbauer berichtete auch von den über die normale Betreuung hinausgehenden Angeboten wie Musik- und Atemtherapie und den Besuchen eines Klinikclowns, was bei den Patienten, deren Angehörigen und auch bei den Mitarbeitern sehr gut ankäme.

Der Hospizverein mit seinen derzeit 1107 Mitgliedern hat mittlerweile 41 hauptamtliche Mitarbeiter, davon 26 in Vollzeitstellen. Und er kann sich bei seiner Arbeit auf knapp 160 aktive ehrenamtlich tätige Hospizbegleiter verlassen. Sechs von ihnen haben nach langjähriger Mitarbeit im vergangenen Jahr zwar aufgehört, doch 24 künftige Begleiter lassen sich derzeit dazu ausbilden. Koordinatorin Britta Patzke eräuterte in ihrem Bericht zum ambulanten Dienst: „Die Ehrenamtlichen waren 2935 Stunden im Hospiz und 8584 Stunden ambulant in Pflegeheimen und Krankenhäusern im Einsatz (ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr) und wandten zudem 3800 Stunden für Fortbildung auf. Die Gesamtzahl der ehrenamtlich geleisteten Stunden  2018 entspricht sieben Vollzeitstellen.“

Vorsitzende Renate Dodell kündigte eine ausserordentliche Mitgliederversammlung an, wenn das Anbauprojekt entscheidungsreif sei.

Text und Fotos: Monika Brandmaier

Neue Ausstellung im Treppenhaus zum Hospiz: „Kunst kommt von Können“

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie betreten im Pollinger Kloster das Treppenhaus zum Hospiz und hören Musik von Reggae-Ikone Bob Marley, von den Beatles oder von Pink Floyd. Und auf dem Weg nach oben begleiten Sie an den Wänden großflächige, abstrakte Bilder in kräftigen Farben. Mal meint man Gräser zu sehen, mal einen Feuerschein, dann wieder Wasser, den Himmel, einen Regenbogen. Und ganz oben über allem einen goldenen Schein. So erlebten es die Besucher, als im Treppenhaus eine neue Ausstellung eröffnet wurde.

Seit seiner Renovierung stellt der Hospizverein im Pfaffenwinkel den Aufgang regelmäßig für Ausstellungen zur Verfügung, in der jüngsten präsentiert der Künstler Paul Ressl aus Altenstadt seine Werke. Zehn großflächige Bilder hat er eigens dafür gemalt – auf Leinwand in Acryl natur und ergänzt mit verschiedensten Materialien wie Schellack, Farbpigmenten, Silikatfarben, Klarlack, Metall und anderen mehr. Und er lässt dabei „die Farbe machen, was sie will“, wie er sagt. Entstanden sind je zwei Bilder, die für die Elemente „Feuer“, „Erde“, Wasser“, „Luft“ und „Gold“ stehen. Mal dominiert die Farbe Grün, dann Blau, Rot und eben Gold. Jedem Bild hat Ressl einen Musiktitel aus Rock, Pop und Jazz zugeordnet, die seine Assistentin Elena Böck bei der Vernissage per Handy und Lautsprecher anspielte. Mehr durften die zum Teil auf den Stufen sitzenden Besucher nicht hören – wegen der GEMA, wie Ressl bedauerte.

Paul Ressl wusste schon im Alter von sechs Jahren, dass er später einmal Künstler werden möchte. Gelernt hat er ursprünglich Kirchenmaler, heute ist er Restaurator und freischaffender Künstler – und Musikliebhaber. Und er plant bei seiner künstlerischen Arbeit genau, wie er sagt. Mal hat er einen Song im Kopf und malt dazu das für ihn passende Bild, mal ist es umgekehrt. Dann sucht der Musikliebhaber den richtigen Titel für ein bereits fertiges Werk.

Einführende Worte zur Ausstellung sprach bei der Vernissage Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple, ein guter Freund Ressls. „Kunst kommt von Können“, sagte er, und bei Paul Ressl sei das voll und ganz der Fall.

Besichtigt werden kann die Ausstellung während der Besuchszeiten im Hospiz (8 bis 18 Uhr, Klingel an der Eingangstür).

 

(Text/Fotos: Monika Brandmaier)

300 Euro für den Hospizverein

Eine Spende von 300 Euro ist von den Firmen „Zweirad Schweiger“ und „Gerätetechnik Schweiger“ aus Weilheim an den Hospizverein mit Sitz in Polling gegangen. 100 Euro davon waren bei einem Kaffee- und Kuchenverkauf anlässlich eines Marktsonntags zusammengekommen. Jeweils 100 Euro wurden dann noch von den beiden „Schweiger“-Firmen bereitgestellt.

Bericht Weilheimer Tagblatt 13.07.2019

Wir bedanken uns sehr herzlich

Presseberichte zu Erweiterung und Kinderhospiz

Bericht des Bayerischen Rundfunks

Bericht Weilheimer Tagblatt 12.07.2019

Zukunftsfähiges Konzept für Hospizstandort Polling

Polling – Der „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ und die Stiftung „Ambulantes Kinderhospiz München“ (AKM) sind zwei Organisationen, die sich um schwerstkranke Menschen kümmern. Während der Hospizverein neben seiner mehr als 25-jährigen ambulanten Arbeit seit 2002 im Kloster Polling auch ein Hospiz mit mittlerweile zehn Betten betreibt, begleitet und unterstützt die Stiftung AKM seit 2004 Familien mit schwerst- und lebensbedrohlich erkrankten Kindern ambulant. In der Betreuung schwerkranker Kinder in der Region arbeiten beide schon länger gut zusammen. Nun wollen sie ein gemeinsames Projekt starten: Auf dem Klostergelände in Polling soll das bestehende Hospiz erweitert und in dem Komplex gleichzeitig ein ambulantes/teilstationäres Kinderhospiz errichtet werden.

Der „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ will Polling als den Hospizstandort für das südwestliche Oberbayern halten und ausbauen, was nicht nur die Bedeutung des Ortes selbst stärkt, sondern auch für den Erhalt des Klosters enorm wichtig ist. Sr. Raphaela, Oberin des Pollinger Klosters: „Das Hospiz ist ein Glücksfall für unser Kloster und wir unterstützen die Aus- und Anbaupläne mit Nachdruck.“

An ersten Planungen für eine zukunftsfähige Lösung wird derzeit gearbeitet. Die Entwürfe des Penzberger Architekten Thomas Grubert sehen am bestehenden Nordtrakt des Klosters im direkten Anschluss an das bisherige Hospiz einen Anbau in Form eines Eckbaus vor, der dem ursprünglichen Katasterplan von 1810 entspricht. Realisiert werden soll das Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Kloster in spätestens vier bis fünf Jahren möglichst im Einklang mit den Nachbarn und mit Unterstützung des gesamten Dorfes und der Region.

Das stationäre „Hospiz Pfaffenwinkel“ hat zurzeit zehn Zimmer, acht davon sind ohne Nasszellen, was nicht mehr dem heutigen Standard entspricht. „Wir haben eine Ausnahmegenehmigung für die jetzigen Räumlichkeiten so wie sie sind, obwohl sie nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes von 2016 entsprechen“, so Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell. Dieser Bestandsschutz läuft Mitte der 2030er Jahre aus. Er entfällt allerdings komplett und sofort, werden im bestehenden Hospiz bauliche Veränderungen vorgenommen.

Seit dem Hospiz- und Palliativgesetz von Ende 2015 steigen die ambulanten Beratungen und Begleitungen ständig an und damit auch die Anfragen nach einer Aufnahme ins Hospiz. Und sie werden in Zukunft weiter steigen. Der „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ hat mit den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag zur stationären hospizlichen Versorgung der Landkreise Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen sowie der südlichen Landkreise Starnberg und Landsberg. Die Höchstgrenze für ein Hospiz liegt bei 16 Betten, „wir würden gerne auf zunächst 14 Betten erhöhen“, sagt Dodell, wobei weder eine Modernisierung der jetzigen Zimmer noch eine Erweiterung innerhalb des denkmalgeschützten Klosters aus Platz- und Denkmalschutzgründen möglich ist.  Alle bisher vom Hospiz belegten Räume könnten weiterhin für ambulanten Hospizdienst, Verwaltungs-, Hauswirtschafts- und Aufenthaltsbereich genutzt werden, die Patientenzimmer würden im neuen Anbau untergebracht.

Während der Penzberger Architekt Thomas Grubert die ersten Entwürfe für einen Anbau skizzierte, ging beim „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ die Anfrage der Stiftung „Ambulantes Kinderhospiz München“ (AKM) ein, ob im Rahmen des Bauvorhabens nicht auch ein ambulantes/teilstationäres Kinderhospiz mit sechs Betten und zwei weiteren Betten in zwei Familienappartements realisiert werden könnte. Die Stiftung AKM leistet seit 15 Jahren hochanerkannte ambulante Arbeit in Oberbayern, Niederbayern und der südlichen Oberpfalz. Die geschäftsführende Vorsitzende der Stiftung Christine Bronner (Vorstand Bundesverband Kinderhospiz): „Wir verfolgen in enger Abstimmung mit Staatsregierung und Krankenkassen das Ziel von dezentralen ambulanten/teilstationären Kinderhospizen in Bayern zur Alltagsentlastung von Familien mit schwerkranken Kindern oder auch Eltern. Polling ist der ideale Standort für das südwestliche Oberbayern.“

Dort sollen entsprechend einer heilpädagogischen Einrichtung schwerkranke Kinder zur Entlastung der Familien im Alltag einige Vormittage oder regelmäßig zwei Nächte in der Woche oder auch mal ein Wochenende von Fachkräften betreut werden – damit Eltern wieder Kraft sammeln können.  Manchmal bleiben Familien ein paar Wochen, bis sie sich auf die neue Pflegesituation zu Hause eingestellt haben beziehungsweise entsprechende behindertengerechte Umbauten zu Hause abgeschlossen sind. Christine Bronner: „Die Kinder kommen nach Polling, um in guter Qualität gefördert und gut betreut zu werden.“ Ziel ist ihre Inklusion und ein Weg ins Leben. Darauf werden die Entwürfe nun ausgelegt.

„Wir haben jetzt die Chance, in zwei Einheiten ein erweitertes Hospiz für Erwachsene und eines für Kinder als von der Politik und den Krankenkassen unterstütztes Pilotprojekt gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten“, sagt Renate Dodell. Und das soll bewusst in Polling geschehen, dessen Bürger der Hospizverein in das neue Konzept von Anfang an mit einbeziehen will. Dazu werden Renate Dodell, Christine Bronner und Architekt Grubert das Vorhaben in der Bürgerversammlung am Donnerstag, 25. Juli, vorstellen.

Derzeit stehen der Hospizverein und die Stiftung AKM noch am Anfang der Planung, erste Entwürfe wurden dem Kloster, der Gemeinde, den Nachbarn und dem Landesamt für Denkmalpflege vorgelegt. Auch mit den Krankenkassen wurde schon wegen der Erhöhung der Bettenzahl im Hospiz und dem ambulanten/teilstationären Kinderhospiz gesprochen. „Wir haben noch keine Anträge gestellt und auch noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen“, sagt Renate Dodell. „Die Planungen sind ein Prozess, in dem noch viele Gespräche geführt werden müssen. Wir wissen auch, dass das Vorhaben eine Herausforderung für Polling ist.“ Es wäre für Polling aber auch eine große Chance und Aufwertung und von enormer sozialer Bedeutung nicht nur für den Ort, sondern auch für die betroffenen Menschen im Pfaffenwinkel und die gesamte Region.

Bild: HV-Vorsitzende Renate Dodell, Christine Bronner, AKM, Sr. Raphaela, Architekt Thomas Grubert, Bürgermeisterin Felicitas Betz, Geschäftsführer Steffen Röger

Text und Foto: Monika Brandmeier