Fast jeder Mensch möchte die letzte Lebenszeit zu Hause in vertrauter Umgebung verbringen. Oft ist die Sorge dabei groß, ob sich die Situation daheim bewältigen lässt. Nach dem Grundsatz “ambulant vor stationär” begleitet der ambulante Hospizdienst schwer kranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen zuhause, im Seniorenheim oder im Krankenhaus. In dieser existenziellen Lebensphase suchen wir individuelle Lösungen, um bis zuletzt ein hohes Maß an Lebensqualität zu erhalten.
Wir wollen Ihnen und den pflegenden Angehörigen liebevoll und vertrauenswürdig beistehen in dieser Zeit und zum Gelingen eines guten Abschiednehmens beitragen. Wir können das Sterben nicht verhindern, aber wir können versuchen das Beste daraus zu machen.
Wie wir Sie ambulant unterstützen können
Die hospizliche Beratung und Begleitung kann frühzeitig stattfinden, z. B. schon bei Diagnosestellung. Bei einem ersten Kontakt klärt eine*r unserer hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, welche Art von Unterstützung entlastend sein könnte und gewünscht wird. Gemeinsam finden wir heraus, welches unserer Angebote für Sie richtig ist.
- Wir beraten zu medizinisch-pflegerischen und auch sozial-administrativen Fragen
- Wir begleiten auf dem Weg der Krankheit, schenken Zeit und Aufmerksamkeit
- Wir schaffen durch unseren Dienst des Da-seins Freiräume für Angehörige
- Wir leisten Beistand bei schwierigen Entscheidungen
- Wir begleiten mit verschiedenen Angeboten trauernde Menschen
Unsere Pflegefachkräfte verfügen über langjährige Erfahrung und eine fundierte Palliative-Care-Weiterbildung. Sie klären über belastende oder verunsichernde Veränderungen im Krankheitsverlauf auf und helfen, Ängste zu reduzieren. Bei komplexen Fragestellungen oder schwierigen Entscheidungen können zudem Ethikberatungen oder Fallbesprechungen hinzugezogen werden, um Sie und Ihre Angehörigen bestmöglich zu unterstützen.
Gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und/oder der dem Team der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung, Palliahome e.V., legen wir besonderes Augenmerk auf die Symptomkontrolle und Schmerztherapie.
Um Sie zu stärken, den Weg zu Hause mit Ihren Angehörigen zu gehen, hat der ambulante Hospizdienst eine 24-Stunden-Rufbereitschaft (Tel. 0881 – 92 58 49 – 0), um Ihnen die Sicherheit zu geben, nicht alleine zu sein. Ist eine ambulante Begleitung nicht ausreichend, besteht über ein Attest des Haus- oder Klinikarztes die Möglichkeit zur Aufnahme in unser stationäres Hospiz in Polling.
Die Unterstützung, Beratung und Begleitung des ambulanten Hospizdienstes ist kostenfrei! Alle Leistungen werden durch Zuschüsse der Krankenkassen, aus Beiträgen der Vereinsmitglieder und aus Spenden finanziert.
Unser Flyer zum ambulanten Hospizdienst
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Alle Informationen zum ambulanten Hospizdienst haben wir für Sie auch in unserem aktuellen Flyer zusammengefasst. |
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Im gesamten Pfaffenwinkel im Einsatz
Das Einsatzgebiet des ambulanten Hospizdienstes reicht von Herrsching bis Murnau und von Penzberg bis zur Landkreisgrenze bei Ingenried. Wir haben insgesamt 10 regionale Ehrenamtsgruppen, die sich mit unseren hauptamtlichen Fachkräften um sterbende Menschen und ihre Angehörigen kümmern. Unsere hauptamtlichen Koordinator*innen erreichen Sie in den Räumen des Hospizvereins im Kloster Polling (1. Stock).
Berührungsängste abbauen
Wir wollen dem Thema Tod und Sterben in der Öffentlichkeit mehr Präsenz geben und somit Berührungsängste abbauen. Daher stellen wir unsere Arbeit bei öffentlichen Vorträgen und Veranstaltungen, in Schulen und nicht zuletzt ganz konkret bei Letzte-Hilfe-Kursen dar.
Unser ambulantes Hospiz Team
Bei einem ersten Kontakt klärt eine*r unserer hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, welche Art von Unterstützung entlastend sein könnte und gewünscht wird. Gemeinsam finden wir heraus, welches unserer Angebote für Sie richtig ist.
Unsere hauptamtlichen Koordinator*innen v.l.n.r. Alexandra Meyer, Ulrike Unsinn, Lissi Schmid, Dana S., Sr. Angela Kirchensteiner, Karin Sonnenstuhl Karlheinz Gaisbauer und Marina Michel freuen Sich auf Ihre Kontaktaufnahme!
Telefon: 0881 / 92 58 49 – 0
E-Mail: ambulanter-dienst@hospizverein-pfaffenwinkel.de
Weiterführende Informationen zur Sterbebegleitung
Die Pflege und Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen ist eine tiefgreifende Herausforderung, die nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen oft eine belastende Aufgabe darstellt. Mit folgende Informationsmaterialien möchten wir Ihnen Hilfestellungen bieten, um diese schwierige Zeit besser zu bewältigen.
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Was ist beim Tod eines Menschen zu tun?
Wenn ein Mensch stirbt, fallen zahlreiche Aufgaben und Formalitäten an. Hier sind die wichtigsten Schritte zusammengefasst und dienen als Orientierungshilfe für den Todesfall. |
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Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und PatientenverfügungWer entscheidet bei wichtigen Fragen, wenn ein Mensch selbst nicht mehr dazu in der Lage ist? Welche Möglichkeiten gibt es, selbst für diese Situation vorzusorgen? Die wichtigsten Aspekte haben wir für Sie in dieser Broschüre zusammengefasst. |
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Flüssigkeitsgabe und Ernährung am LebensendeAm Ende des Lebens ist sehr häufig fehlender Durst uns zunehmende Appetitlosigkeit feststellbar, die für Angehörige häufig schwer auszuhalten ist. Über Ursachen und Umgang mit diesem Thema klären wir in diesem Flyer auf. |
Film: „Solange Du lebst“ (2016)
Einen Eindruck unserer Arbeit im stationären Hospiz in Polling und dem ambulanten Dienst in der Region bekommen Sie in der kurzen Dokumentation „Solange Du lebst“. Hier geht es zum Film…



