Wenn das Leben sich verändert – sind Menschen gefragt, die bleiben. Ob Sie als ehrenamtliche*r Hospizbegleiter*in Sterbende und ihre Angehörigen begleiten möchten oder als ehrenamtliche*r Familienbegleiter*in Familien mit einem schwerstkranken Kind zur Seite stehen wollen: Sie bringen Verlässlichkeit in eine unsichere Zeit, hören zu, halten aus – und geben dem Abschied eine menschliche Form. Die Ausbildung beim Hospizverein im Pfaffenwinkel bereitet Sie achtsam, fundiert und praxisnah auf diese besondere Aufgabe vor. Wenn Sie sich mit der hospizlichen Haltung identifizieren können, finden Sie bei uns einen geschützten Rahmen, um sich auf diesen Weg vorzubereiten.
Werden Sie ehrenamtliche*r Hospizbegleiter*in und/oder Familienbegleiter*in
HOB und FABE - zwei Wege, ehrenamtlich zu begleiten
Unser Ausbildungsteam bietet in regelmäßigen Abständen Kurse zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung für Erwachsene (HOB) an – der nächste Ausbildungszyklus startet im Januar 2027. Wenn Sie dabei sein möchten, laden wir Sie herzlich zu unserem Infoabend am 08. Oktober 2026 im Kloster Polling ein. Neu ab Herbst 2027 bilden wir außerdem erstmals ehrenamtliche Familienbegleiter*innen (FABE) für Familien mit schwerstkranken Kindern aus. Lernen Sie diese neue Aufgabe bei unserer Infoveranstaltung am 19. Januar 2027, 19.00 Uhr, im Prälatensaal, Hospiz im Kloster Polling, kennen – wir freuen uns auf Sie!
Hospizbegleitung für Erwachsene (HOB)
Die Ausbildung zum HOB umfasst rund 130 Stunden – aufgeteilt in Seminarabende, ganztägige Seminartage und ein begleitetes Praktikum im stationären Hospiz. Sie lernen u. a. Gesprächsführung, den Umgang mit Abschied, Trauer, Demenz, spirituellen Fragen und rechtlichen Grundlagen. Im Mittelpunkt stehen eine achtsame Haltung, praxisnahe Begleitung und persönliche Reflexion.
Die Teilnahme setzt keine Vorerfahrung voraus, jedoch psychische Stabilität, zeitliche Verfügbarkeit (ca. 3–4 Std. pro Woche in der Praxisphase) und Offenheit für die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer.
Die Ausbildung ist kostenlos und wird vom Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V. finanziert. Es fällt lediglich ein Unkostenbeitrag von 100 € für die Ausbildungsmaterialien an.
HOB-Ausbildung: Infoabend am 08. Oktober 2026
Sie möchten genauer wissen, was es bedeutet, ehrenamtlich im Erwachsenenhospizdienst mitzuarbeiten? Am 08. Oktober 2026 geben wir Ihnen Einblicke in die Inhalte und den Aufbau der Ausbildung, die Rahmenbedingungen und die Haltung, die uns leitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns auf Sie!
Termine des HOB-Ausbildungszyklus ab Januar 2027
Der nächste Ausbildungszyklus für die ehrenamtliche Hospizbegleitung läuft ab Januar 2027 bis Juli 2027. Die Seminare finden in der Regel donnerstags abends und an einzelnen Wochenenden statt – in Präsenz, in den Räumen des Hospizvereins in Polling. Die ersten drei Termine sind:
- Sich vertraut machen & Hospizidee (16.01.2027)
- Eigene Motivation & Fragen zum eigenen Sterben (17.01.2027)
- Kommunikation I (21.01.2027)
Ein vollständige Terminübersicht finden Sie hier.
Sie haben Interesse an der ehrenamtlichen Hospizbegleitung im Erwachsenenbereich?
Dann senden Sie bitte den ausgefüllten Motivationsbogen per E-Mail an unsere leitende Koordinatorin Alexandra Meyer. Gerne ist Sie auch bei Fragen für Sie da.
Dokumente und Downloads für die HOB-Ausbildung
Ausbildungskonzept für Hospizbegleiter*innen im Erwachsenenbereich
Mehr Informationen zu den Anforderungen, Themen und dem Ablauf der Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter*in finden Sie in unserem Ausbildungskonzept.
Motivationsbogen
Fragebogen für Interessent*innen am Ausbildungskurs zum*r Hospizbegleiter*in.
Termine für Ausbildungszyklus ab Januar 2027
Die Termine für den nächsten Ausbildungszyklus für die ehrenamtlichen Hospizbegleitung finden Sie hier.
Hospizbegleitung für Familien mit schwerkranken Kindern (FABE)
Wenn ein Kind schwer erkrankt, verändert sich für die ganze Familie alles. Familienbegleiter*innen – kurz FABE – stehen Familien mit einem schwerstkranken Kind über oft lange Zeit zur Seite: Sie hören zu, entlasten im Alltag, begleiten Geschwisterkinder und schenken Zeit, einfach da zu sein.
Die Ausbildung zur Familienbegleitung bereitet Sie achtsam, fundiert und praxisnah auf diese besondere Aufgabe vor. Der Grundkurs umfasst rund 100 Stunden, für Interessent*innen mit bereits abgeschlossener HOB-Ausbildung reicht ein Aufbaukurs von rund 40 Stunden. Die Ausbildung läuft über etwa ein halbes Jahr und startet voraussichtlich im Herbst 2027 – und ist für Sie kostenlos.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, ca. 2 Stunden pro Woche für die Begleitung einer Familie zur Verfügung zu stellen.
FABE-Ausbildung: Infoabend am 19. Januar 2027
Sie möchten mehr über die Ausbildung zur Familienbegleitung erfahren? Am Dienstag, den 19.01.2027, um 19.00 Uhr laden wir Sie zu einer Infoveranstaltung im Prälatensaal, Hospiz im Kloster Polling, ein. Verena Leinen und Doris Lutz beantworten dort alle Fragen rund um die Ausbildung, die im Herbst 2027 startet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – kommen Sie einfach vorbei!
Sie haben Interesse an der ehrenamtlichen Familienbegleitung für schwerkranke Kinder?
Verena Leinen und Doris Lutz, Koordinatorinnen des Ambulanten Kinderhospizdienst, sind bei Fragen gerne für Sie da.
Häufige Fragen zur Ausbildung als ehrenamtliche*r Hospizbegleiter*in und Familienbegleiter*in
Bin ich überhaupt die richtige Person für diese Ausbildung?
Wie viel Zeit muss ich pro Woche ungefähr einplanen?
Während der Theoriephase ca. 3 Stunden pro Woche (Seminarabend) plus etwas Vor- und Nachbereitung. In der Praxisphase begleiten Sie in der Regel 2–4 Stunden pro Woche einen Menschen bei sich zu Hause, im Altenheim, Krankenhaus oder im Hospiz in Polling. Details finden Sie im aktuellen Terminplan oder im Ausbildungskonzept.
Erhalte ich eine Vergütung für die Einsätze?
Ihr Einsatz ist ehrenamtlich und wird daher nicht vergütet. Fahrtkosten erstatten wir Ihnen gern.
Was passiert, wenn ich merke, dass die Ausbildung doch nicht zu mir passt?
Manchmal merkt man erst während der Ausbildung zum*r ehrenamtlichen Hospizbegleiter*in, dass es (noch) nicht der richtige Zeitpunkt ist. In diesem Fall können Sie selbstverständlich aussteigen – offen und ohne Rechtfertigung. Wir schätzen eine klare Rückmeldung und stehen für ein klärendes Gespräch jederzeit zur Verfügung.
Wo werde ich später eingesetzt?
Unsere Einsätze finden im gesamten Pfaffenwinkel statt (siehe auch Einzugsgebiet). Wir versuchen aber stets, Ihre Begleitungen wohnortnah zu organisieren, sodass keine langen Anfahrten entstehen.
Gibt es einen Austausch mit anderen Hospizbegleiter*innen?
Ja. Der regelmäßige Austausch untereinander ist uns wichtig. Im gesamten Einzugsgebiet haben wir 10 regionale Ehrenamtsgruppen, die sich in Begleitung durch unsere hauptamtlichen Fachkräfte regelmäßig zum Austausch und gegenseitigen Unterstützung treffen. Dort können Sie Erfahrungen teilen, Fragen klären und sich gegenseitig stärken – fachlich wie menschlich.
