Die wunderbare Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt auf dem Hohen Peißenberg war zum wiederholten Male stimmungsvoller Ort für die Lesung der Heiligen Nacht von Dieter Fischer. Der beliebte Schauspieler engagiert sich seit vielen Jahren als Schirmherr für die Arbeit des Hospizvereins. Ein Beispiel für seine tatkräftige Unterstützung ist die alljährlich wiederkehrende Benefizveranstaltung im Advent, die immer in Windeseile ausverkauft ist. Deshalb gab es dieses Jahr sogar zwei Termine, an denen alle Beteiligten unentgeltlich auftraten. Die Geschichte der Herbergssuche, von Ludwig Thoma ins Bayerische umgesiedelt, ist eine berührende und an manchen Stellen auch zum Schmunzeln anregende Erinnerung daran, warum wir Weihnachten feiern – ganz besonders, wenn sie von dem beliebten Schauspieler auf so lebendige Art wie am vergangenen zweiten Adventssonntag vorgetragen wird. Aus dem Publikum kamen im Nachhinein auch viele begeisterte Kommentare zur erstmaligen Beteiligung von Dieter Fischers Schauspielkollegin Ursula Maria Burkhart, die mit ihrer warmen Stimme und mundartlichen Klangfärbung an mehreren Stellen besinnliche Texte passend zum Fortgang der Geschichte vortrug.
Der Oberstadtler Dreigesang bereicherte die Lesung mit weihnachtlichen Liedern, die Stoabach Saitnmusi mit instrumentalen Stücken alpenländischer Volksmusik. Anja Böhm die für den Hospizverein die Veranstaltungen organisierte, hörte manchen Kommentar aus dem Publikum, dass ihnen diese neue Gestaltung der Heiligen Nacht ganz besonders ans Herz gegangen sei. Bewegend war der Abschluss der zweiten Lesung, als der Andachtsjodler angestimmt wurde und alle Anwesenden in die zweite Strophe einstimmten – ein hoch emotionaler Moment, der in aufwühlenden Zeiten den Augenblick zum Strahlen brachte.
Foto/Text: Gabriele Zelisko












